Smarte Apps für den Urlaub
Smartphone-Apps machen die Urlaubsplanung einfacher – und eine gut gefüllte Urlaubskasse, wie die Clip-Scheintasche von Golden Head, den Urlaub noch schöner.

Smarte Apps für den Urlaub

Bei Reisen in die Ferne können mangelnde Sprachkenntnisse oder Orientierungslosigkeit schon mal zu Problemen führen. Die Lösung darauf installiert man sich einfach aufs Handy – in Form von Apps.

Übersetzer 2.0

Die Englischkenntnisse reichen nicht mehr aus und die Zeichensprache führt nur noch zu Missverständnissen? Oftmals schaffen klassische Wörterbuch-Apps von Pons oder Langenscheidt schon etwas Abhilfe. Es gibt aber auch raffiniertere Versionen des digitalen Dolmetschers.

Die „talk and travel“ App bietet einen Sprachführer an, bei dem Muttersprachler einige Tausend häufig benötigte Formulierungen und Floskeln eingesprochen haben. Diese sind je nach Situation in Listen sortiert und können abgerufen werden – schriftlich auf dem Display oder als Audio-Datei.

Über mehr als 90 Sprachen bietet die App „iTranslate“ an. Die zu übersetzenden Begriffe oder Floskeln tippt man ein oder diktiert sie – die Übersetzung erscheint anschließend auf dem Display.

„iTranslate Voice“ legt noch einen drauf: Hier können sowohl Eingabe als auch Ausgabe per Sprache erfolgen. Man wählt die gewünschte Sprachkombination, spricht einen Satz in seiner Muttersprache ins Smartphone-Mikrofon – und aus dem Handy ertönt die Übersetzung in der fremden Sprache. Dabei ist die Voice-Funktion so genau, dass mühsames Tippen gar nicht mehr nötig ist.

Reisebegeisterte werden den „Google Übersetzer“ wegen diesen Specials lieben: Die Software versucht sich an der Übersetzung von Schildern und anderen Texten wie etwa Speisekarten-Einträgen, die das Smartphone mit der Kameralinse sieht. Außerdem praktisch – die App funktioniert in ihrer Basisfunktion auch offline.

Allgemein wichtig: Die Nutzung von Apps, die Kontakt zum Rechenzentrum des Anbieters brauchen, produziert Datenverkehr. In Ländern, in denen Roaming teuer ist, kann das zu unangenehmen Nebenkosten führen. Immerhin blockieren Smartphones heutzutage die Datenverbindung, wenn kein vom Nutzer akzeptiertes Roaming-Datenpaket aktiv ist. Hotspots bleiben aber die günstigste Option: In größeren Hotels, vielen Restaurants, Einkaufszentren und anderen öffentlichen Plätzen gibt es kostenfrei oder sehr günstig nutzbare WLAN-Hotspots. So lassen sich serverbasierte Apps ohne Zusatzkosten nutzen. Und wer schlau ist, lädt sich schon vor Reisebeginn eine Übersetzer-App herunter, die man auch offline nutzen kann.

Vor der Reise

Die kostenlose App des Auswärtigen Amtes „Sicher reisen“ beantwortet ganz schnell, welche Impfungen nötig sind, ob es aktuelle Reisewarnungen gibt oder an wen man sich in einer Notsituation wenden kann. Mit der App „Packpoint“ war Kofferpacken noch nie einfacher: Die Gratis-App erstellt anhand aktueller Wetterdaten, Aufenthaltsdauer und geplanter Aktivitäten eine individuelle, auf den Urlaubsort abgestimmte Liste, die man der Reihe nach abhaken kann.

Vor Ort

Fremde Währungen rechnet die App „Reise + Geld“ des Deutschen Bankenverbandes tagesaktuell um. Für den Notfall sind Sperrrufnummern hinterlegt, unter denen man geklaute Giro- oder Kreditkarten melden kann. Die Navigationsapp „Maps.Me“ findet dank GPS-Funktion auch ohne Internetverbindung den eigenen Standort und leitet zum Ziel. Wichtig: Die Karten sind sehr detailliert und benötigen deshalb viel Speicherplatz!

Für die Urlaubsfotos

Likes, Klicks und Herzchen für jedes Bild: Fotos, die per Smartphone-Cam entstanden sind, teilt man heute nicht mehr nur mit Freunden und Familie, sondern oft mit der ganzen Welt. Zu kreativen Fotocollagen kommt es mit der Bildbearbeitungs-App „Fotor“ – die peppt Urlaubsfotos mit coolen Effekten auf und sorgt für einen ordentlichen Blickfang.

Für die Daheimgebliebenen

Selbst Flugzeuge lassen sich heutzutage per Fingerdruck verfolgen: Mit „Flightradar24“ kann man jeden Flug weltweit verfolgen und herausfinden, ob die Maschine schon gelandet ist. Die Handyortung geht bis aufs Meer hinaus: „MarineTraffic“ zeigt, wo sich der Dampfer mit den Freunden an Bord gerade befindet. Wer sich in Küstennähe aufhält, kann per App herausfinden, welche Schiffe in der Nähe sind oder demnächst erwartet werden.

Ausgesorgt – und nun?

Ganz schön praktisch diese Apps. Der Gebrauch des menschlichen Verstandes wird da schon mal auf Sparflamme reduziert – das Multitasking-Talent Handy erledigt alles.

Dabei ist es noch nicht so lange her, dass Touristen ohne Smartphone verreist sind und sich stattdessen auf Wörterbücher, Landkarten und Reiseführer verlassen haben. Deswegen kann man das Handy einfach mal als zusätzliche Option betrachten – denn „digital detox“ ist gerade im Urlaub empfehlenswert. So erlebt man die neuen Eindrücke ganz anders – und manche Erlebnisse sind am schönsten, weil man sie nicht planen kann.