S, M oder L?
Die Qual der Wahl – vom Beauty Case bis zum Trolley in Größe L vom Reisegepäckspezialisten Hardware

S, M oder L?

Fliegen könnte so schön sein, wenn nur das ver… Packen nicht wäre bzw. die ver… Reisegepäckbestimmungen der Fluggesellschaften. Jede macht, was sie will, und alle wollen nur eines: unser Geld. Zu den versteckten Flugkosten zählen neben unnötigen Versicherungen, Aufschlägen für Kreditkartenzahlung oder Zusatzkosten für Sitzplatzwahl vor allem die Preise für aufzugebende Gepäckstücke.

Da lohnt es sich, die Bestimmungen vorher genau zu studieren, ehe man am Schalter unangenehme Überraschungen erlebt – zumal es am Flughafen häufig um ein Vielfaches teurer ist als bei der Vorab-Online-Zahlung des Gepäckstücks. Deshalb:

• Regel Nummer 1 bei allen Flugreisen: so wenig wie möglich mitnehmen, denn

• Regel Nummer 2: man nimmt sowieso immer viel zu viel mit.

Das war’s eigentlich auch schon mit den Packregeln. Eine statistisch fast relevante Erhebung unter einer Person hat ergeben, dass man meist doppelt so viel mitnimmt wie man wirklich braucht. Das bezieht sich weniger auf Socken und Unterhosen, die man ja genau nach Tagen abzählen kann (nein, nicht 21 Tage geteilt durch drei!), als zum Beispiel auf Oberteile. Die Hälfte von den hübsch in den Hotelzimmerschrank sortierten Polos, T-Shirts und Kurzarmhemden wandert wieder kaum bewundert in den Koffer zurück, weil man sich beim Büffetgang dann doch auf die Dreitagesregelung einigt, heißt: Am vierten Abend kann man wieder dasselbe wie am ersten anziehen. Merkt keine Sau – und man hat noch genügend Alternativen in Reserve, falls doch noch zu viel Rotwein ins Spiel kommen sollte. Zu Hause kann man die Teile dann wieder hübsch in den Kleiderschrank zurücksortieren – falls eine waschwütige Frau nicht den kompletten Koffer in die Maschine kippt und das ganze Klamottenaufsparen somit völlig umsonst war.

Was heißt das nun fürs Packen und das entsprechende Behältnis? Für Kurzreisen von sagen wir rund drei Nächten sollte man es ruhig mal mit einem Trolley S probieren. Das hat den Vorteil, dass man bei den Bestimmungen seiner Fluggesellschaft nur prüfen muss, ob das kostenfrei mitzuführende Kabinengepäckstück nun die Maße 55 x 40 x 20 oder 55 x 35 x 25 oder 56 x 36 x 23 oder vergleichbare Höchstabmessungen hat. Und nach dem Probepacken muss man sich mit dem Teil nur noch auf die Waage stellen und mal 6, mal 7, mal 8, mal 10, mal 12 oder vergleichbare Höchstgewichte abziehen, um auf sein Idealgewicht zu kommen. Dann weiß man, woran man ist. Da aber sowohl Maße als auch Gewichte mit drei paar Schuhen und ein bisschen unnützen Krimskrams schnell erreicht sind, empfiehlt es sich meist, gleich auf eine Nummer größer zu gehen.

Da wären wir also beim Trolley M gelandet, der erfahrungsgemäß zwischen zwei Nächten und zwei Wochen geeignet ist. Ob er nun 20, 23, 30 oder gar 32 Kilo wiegen darf und was das kostet, steht auf einem anderen Blatt – dem der Gepäckbestimmung der Fluggesellschaft, die sich oft nach Klasse und Tarif richtet. Aber in so Maße von zum Beispiel 67 x 45 x 27 kriegt man schon eine ganze Menge rein. Notfalls macht man den Reißverschluss halt im Sitzen zu – im Auf-dem-Trolley-Sitzen, versteht sich.

Wahre Globetrotter aber haben ohnehin den Größten und nehmen schon für einen One-Night-Stand ihren Trolley L mit. Diese 80 x 53 x 32 haben den Vorzug, dass man alles einfach so reinschmeißen kann, wobei es sich immer empfiehlt, etwas Luft für Souvenirs zu lassen. Da Löwenköpfe und andere Trophäen gerade nicht so en vogue sind – für einen kuscheligen Bademantel und paar Handtücher sollte auf der Heimreise immer etwas Platz übrig sein.

Zusammengefasst lässt sich also sagen: Wie fast überall kommt es auch bei Reisegepäck nicht so sehr auf Inhalte an, auf die Größe aber schon. Schöne Formate und übrigens auch ein pdf-Dokument mit den Bordgepäckbestimmungen finden Sie hier.