Reisegepäck im Ruhestand

Reisegepäck im Ruhestand

Während sie im Urlaub noch unsere besten Freunde sind, verwandeln sich Taschen und Koffer daheim angekommen oft in klobige Platzräuber. Wohin mit dem Reisegepäck, wenn es keiner braucht? Hier unser kleiner Ratgeber.

1. Vor dem Verstauen: Auf Sauberkeit achten

Bevor es zur dauerhaften Lagerung kommt, muss Reisegepäck ordentlich inspiziert und gereinigt werden. Die Reise durch Flughäfen, Gepäckausgabe, Hotel und Kofferraum hinterlässt Spuren und nimmt so einiges an ungewollten Souvenirs mit. Damit der Koffer sauber bleibt: das Gepäck auf feuchte Stellen prüfen, die zu Schimmelbefall führen könnten. Nachdem man den Koffer geleert hat am besten einmal gründlich aussaugen. Alle Innentaschen herausziehen und das Gepäckstück gut durchschütteln. Wer bei seiner Gepäckauswahl vorgesorgt hat, der hat einen Trolley gewählt, dessen Innenfutter herausnehmbar ist und bei 30° Grad in der Waschmaschine gereinigt werden kann. Die Außenseite nicht vergessen: das Gehäuse mit warmen Wasser und einem Schwamm reinigen. Danach draußen trocknen lassen – fertig.

2. In die richtige Form bringen

Nach der Reinigung ist es wichtig, das Reisegepäck in die richtige Form zu bringen – um es möglichst kompakt zu lagern. Heißt: Prüfen, ob die Innentaschen gut gefaltet und ob Expandable-Funktionen verstaut sind. Dasselbe gilt für abnehmbare Gurte, Laschen und Tragehenkel. Mag sein, dass es sich nur um wenige Zentimeter handelt – beim Lagern später kommt’s aber vielleicht gerade auf die an.

3. Der Lagerort: sicher, kühl, trocken, dunkel

Aufbewahrungsorte mit hoher Luftfeuchtigkeit sind tabu – es droht Schimmel, der sowohl das Innen- als auch das Außenleben des Reisegepäcks befallen kann. Genauso sollte der Platz frei von Ungeziefer sein und nicht ständig unter direkter Sonneneinstrahlung stehen – ansonsten könnte das Material ausbleichen. Scharfe Gegenstände aus der Nähe des Koffers wegräumen: Diese können Kratzer oder Risse im Gepäck verursachen.

Tipp: Gepäckschutzhüllen eignen sich wunderbar dazu, den Koffer im Ruhestand vor Schimmel und Staub zu schützen. Egal ob im Transparent-Look, knalligem Neon oder mit Polka-Dots – so bleibt der Trolley selbst im Ruhestand im Blickfeld und somit die Reiselust präsent.

Aufbewahrungsmöglichkeiten

1. Der Klassiker: Ab unters Bett!

Falls unter dem Bett Platz frei ist, lässt sich der Koffer prima drunter verstauen. Wichtig: Davor in eine Gepäckschutzhülle oder in eine Tüte packen!

2. Das Matroschka-Prinzip

Was bei den eiförmigen russischen Holzpuppen funktioniert, klappt auch beim Koffer. Weichgepäck oder kleinere Koffer einfach in den größten Koffer oder Trolley packen und dann unters Bett schieben.

3. Die Zweckentfremdung

Sie ist nicht so schlimm, wie sie zu sein scheint: die Zweckentfremdung beziehungsweise die Zwangsumfunktionierung. Reisegepäck ist nicht nur dazu da, um Inhalte im Urlaub zu transportieren – auch daheim kann der Koffer optimalen Stauraum bieten, um momentan nicht benötigten Krimskrams zu verstauen (Bücher, Schuhe, Unterlagen).

4. Auf den Schrank

Bei diesem weiteren Klassiker wird der Koffer einfach auf den Schrank gelegt. Natürlich sollte die Ablage stabil genug für den Koffer sein und reichlich Fläche bieten.

5. Als Schuhablage

Aufbewahrung geht aber auch anders. Zugegeben: Reisegepäck als Schuhablage zu verwenden, ist nicht gerade die eleganteste Lösung – aber durchaus zweckdienlich. Den Koffer einfach mit einem flächigen, dicken Tuch abdecken, auf den Korridor legen – und die Schuhe können es sich gemütlich machen.

6. An der Wand

Koffer an die Wand? Besonders bei begrenztem Wohnraum bietet es sich an, die kahle Wand mit seinem Travel-Lifestyle zu dekorieren – und dabei ordentlich Platz nutzen, den die Koffer sonst weggenommen hätten. Auch eine Garagenwand kann mit Taschen und Trolleys verziert werden. Dafür den (leeren!) Koffer oder Trolley einfach an einen festen Haken oder Aufhänger hängen. Not macht eben kreativ.

Egal ob Reisetaschen, Koffer oder Trolleys: Mit diesen Optionen sieht Reisegepäck auch daheim ziemlich gut aus und lädt – sofern im Blickfeld bleibend – direkt wieder zum Reisen ein. Wer nun inspiriert ist, aber nicht genug Reisegepäck zum Verstauen hat, wird hier fündig.

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