Nie mehr ohne meinen Hardware

Nie mehr ohne meinen Hardware

Alles habe ich probiert. Mit dem ersten Auto ab nach Italien, das Gepäck verstaut in zwei 80-Liter-Rucksäcken. Diese ließen sich wunderbar in den winzigen Kofferraum quetschen. Und genauso sah der Inhalt dann nach der Ankunft aus: geknüllt, zerquetscht und ein Fotoapparat sogar zerstört. Zum Wandern waren die Rucksäcke praktisch. Aber wir sind nicht gewandert – am Strand war es schöner.

Dann der Seesack. Auch sehr praktisch. Schließlich musste es schnell gehen, die Wochenenden für Uniformträger sind extrem kurz. Nach Dienstschluss am Freitagmittag wurde bis zum Anschlag hineingestopft, was bei Mutti gewaschen werden sollte. Hat sie auch gemacht, sogar gerne. Und gebügelt. Nur leider war nach dem Rückweg fast alles für die Katz. So ein Seesack nimmt halt keine Rücksicht auf die Bügelfalten in der Ausgehuniform.

Die Reisetasche war schon besser. Dank steifer Bodenplatte blieben alle Kleidungsstücke, Bücher und Proviantpakete wohl geordnet. Doch leider nicht trocken. Nach 800 Meter im strömenden Regen zum Bahnhof war das sonst so gute Stück samt Inhalt natürlich in ein Feuchtgebiet verwandelt, die Bodenplatte aus ummantelter Pappe windelweich.

Das alles fand abrupt ein Ende. Reisen mit Kindern sind Abenteuer genug – da muss das Gepäck funktionieren. Überall und bei jedem Wetter. Ohne Experimente und böse Überraschungen. Räder, die rollen, wo sie sollen. Material, das hält. Griffe, wo ich sie brauche. Ein Schloss, das schließt. Und ein waschbares Innenfutter (für den Fall der Fälle). Nur eins habe ich bislang an meinem Hartschalenkoffer vermisst: die Erkenntnis, dass diese wunderbare Erfindung mein Leben so sehr erleichtert und dafür endlich mal gebührend gewürdigt gehört – mit einem kleinen Film.