Durch Couchsurfing die Welt entdecken
Wichtig für jede spontane Reise: schnell einsatzbereites Reisegepäck – wie der Profile Plus Trolley von Hardware.

Durch Couchsurfing die Welt entdecken

Erik ist überzeugter Couchsurfer – und das seit Jahren. Durchs Surfen auf den Sofas der Welt hat er vieles entdeckt, was sich Pauschaltouristen wünschen: versteckte Traumstrände, die urigsten Restaurants und abgefahrene Party-Locations. Er hat unzählige Menschen kennengelernt, war in Ghana, Peru oder Indonesien – die Unterkunft war immer für umme. Aus manchen Reisen sind Freundschaften entstanden, an andere möchte er lieber nicht zurückdenken. Aber auch das gehört für ihn dazu.

Seit sich die Couchsurfing-Community 2004 im Netz organisiert hat, können Mitglieder wie Erik überall auf der Welt umsonst übernachten, ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern oder in andere Kulturen eintauchen. Weil sich mit der Idee aber auch Geld verdienen lässt, traten schnell Nachahmer auf dem Plan: Anbieter wie Airbnb, 9flats oder Wimdu kommerzialisieren den Gedanken des Couchsurfings; professionell, schnell und unpersönlich. Für Überzeugungstäter wie Erik ist das keine Option – und ein Grund den Geist des Couchsurfings zu bewahren. Couchsurfing-Interessierten rät er dazu, nichts zu überstürzen. Das musste er selbst aber auch erst lernen.

Aller Anfang ist schwer

Ein gutes hat die Vermarktung ja: Knauserer und Instagram-Touristen wenden sich langsam den kommerziellen Internetportalen zu. Denn Couchsurfing nimmt Zeit und Energie in Anspruch. Als sich Erik damals bei der Internet-Community angemeldet hatte, wollte er gleich so richtig loslegen – wurde aber schnell ausgebremst. Bevor ihn jemand bei sich übernachten lies, wurden zuerst E-Mails hin- und hergeschrieben, es wurde geskypt und sich gegenseitig beschnuppert. Couchsurfer wollen wissen, wen sie in ihr Zuhause lassen. Denn anders als bei Airbnb und Co. hat man nicht immer ein eigenes Zimmer – man sollte sich also sympathisch sein.

Kleiner Guide zum Couchsurfer

Darum dachte sich Erik, dass er die Geschichte andersrum angeht – und bot erstmal seine Couch an, um mehr über den Geist des Couchsurfings zu lernen. Der Plan ging auf: mit Chad aus den USA und mit Emma aus Frankreich pflegt er heute noch Kontakt – und Erik wusste ab sofort, wie er der Community am besten gegenübertritt: ordentlich, pünktlich und ehrlich. Er schrieb ausführliche Mails, schickte Fotos und zeigte damit, dass es ihm um mehr als eine kostenlose Übernachtung ging. Schnell fand er Freunde in der ganzen Welt. Und wann immer es die Reisekasse und die Zeit zulassen, startet er zu neuen Abenteuern.

Für Erik ist Couchsurfing auch heute noch die erste Wahl, wenn es um Reisen geht. Früher hielten ihn viele für einen Hippie. Heute hingegen meint jeder, der mal in Lissabon über Airbnb ein Zimmer gefunden hat, Couchsurfer zu sein. Erik kann darüber nur lachen und freut sich, dass sich viele der Geiz-ist-geil-Touris nicht mehr beim Couchsurfing tummeln. Die offenen Türen in dieser Welt übersehen die nämlich, wenn sie nur auf den Preis schauen.