Diese 8 No-gos hassen Flugbegleiter
So gewinnt man nicht die Herzen des Flugpersonals.

Diese 8 No-gos hassen Flugbegleiter

Für die einen beginnt der Urlaub, für die anderen die Arbeit: Wenn Touristen in den Urlaub starten, fängt für Flugbegleiter der Stress an. Dann heißt es Lächeln aufsetzen, stets ein offenes Ohr haben und bei unverschämten Wünschen oder den immer gleichen Fragen auf die Zähne beißen, den Ärger runterschlucken und, ja, richtig, das Lächeln nicht vergessen.

Dabei haben Stewardessen und Stewards so viele zusätzliche Aufgaben, ersetzen sie doch schon mal Sanitäter, Feuerwehr- und Sicherheitsleute – und in manchen Situationen ist ihr seelischer Beistand gefragt. Außerdem sind sie die letzte Hürde für Ticketinhaber, um ins Flugzeug zu gelangen. Aggressiv, betrunken oder körperlich beeinträchtigt? Einem eingespielten Team von Reisebetreuern fällt so etwas sofort auf.

Aber auch in anderen Belangen haben sie es nicht immer leicht, wie diese aktuelle Umfrage unter Flugbegleiterinnen aufzeigt, die angeben, bei der Ausübung ihres Berufs erschreckend oft sexuell belästigt zu werden. Das ist natürlich ein absolutes No-go und bedarf keiner weiteren Worte. Wer als Passagier also nicht unangenehm auffallen und dem Bordpersonal nicht unnötig zur Last fallen möchte, fährt mit diesen acht Tipps besonders gut. Denn die Damen und Herren sind ja ohnehin zu freundlich, um einen auf eventuelle Fehlverhalten hinzuweisen.

    1. I love your smile
      Das freundliche Lächeln der Cabin-Crew beim Einstieg ins Flugzeug gehört in etwa so sehr zur anstehenden Reise wie Christbaumkugeln zu Weihnachten. Und auch wenn das nette Gesicht manchmal gespielt sein mag, freut sich sicher jedes Mitglied des Bordservices, wenn es erwidert wird. Denn niemand fühlt sich gerne wie ein Grüßaugust.
    2. Da passt nichts mehr rein
      Der Platz in der Gepäckablage ist rar. Wenn jeder nur ein Gepäckstück dort verstaut, müsste dennoch genug hineinpassen. Wer aber seine Habseligkeiten rücksichtslos kreuz und quer in die Ablage stopft, erntet nicht nur die Missgunst und das Unverständnis seiner Mitreisenden, sondern auch die des Flugpersonals. Besonders, wenn die Vollpacker dann während des Fluges alle zehn Minuten aufstehen, um etwas aus dem Gepäckfach zu holen, was sie zuvor aufwändig verstaut haben.
    3. Die Schwimmweste befindet sich unter Ihrem Sitz
      Für Vielflieger sind die Sicherheitshinweise vielleicht nervig, überflüssig sind sie dennoch nicht. Denn es gibt auf fast jedem Flug Menschen, die zum ersten Mal auf diese Art verreisen. Aus Respekt vor anderen Passagieren und der Crew ist es also sicher angebracht, sich während der kurzen Vorführung einigermaßen ruhig zu verhalten und lautstarke Gespräche auf später zu verschieben. Denn noch mehr nerven das Bordpersonal nur Gäste, die später die Sicherheitsregeln missachten. Immerhin versuchen mittlerweile einige Fluggesellschaften das Problem zu lösen, indem sie amüsante Sicherheits-Clips zeigen – wie beispielsweise dieses Safety-Video aus Großbritannien.
    1. Kommt ein Mann barfuß ins Büro
      So könnte ein guter Witz anfangen. Für Flugbegleiter ist dieser Umstand jedoch so unerfreulich wie alltäglich. Manche Reisenden haben ihren Platz noch nicht richtig eingenommen, schon haben sie keine Schuhe mehr an den Füßen. Am eigenen Platz auf einem Langstreckenflug mag das vielleicht noch in Ordnung sein, aber bitte nicht barfuß oder nur mit Socken auf den Gängen und schon gar nicht zur Toilette bewegen. Die Flure werden zwar regelmäßig gereinigt, aber eben nur nach jedem Flug. Und bei den Pfützen auf dem Toilettenboden handelt es sich auch meist nicht um Wasser. Außerdem empfinden es viele Crew-Member als respektlos, wenn ihnen Touristen ohne Schuhe begegnen. Ein Ärgernis, das in etwa so störend ist wie Reisende, die sich ständig in der Bordküche aufhalten. Denn das ist der Arbeitsplatz des Bordservices – und der ist ohnehin schon unter Zeitdruck. Man selbst wünscht sich ja auch keine herumstehenden Schaulustigen am eigenen Arbeitsplatz.
    2. Sind wir hier im Unterricht?
      Nicht einmal Lehrer sind begeistert von Schülern, die schnippend ihren Arm in die Höhe recken und die es dabei kaum noch auf dem Stuhl hält. Ganz so enthusiastisch sind Reisende vielleicht nicht immer, dennoch nervt das zu offensive Ringen um Aufmerksamkeit. Noch schlimmer sind da nur noch Passagiere, die das Bordpersonal antippen oder auf die Schulter klopfen. Selbst möchte man ja auch nicht ständig von Fremden angegrabbelt werden. Darum einmal durchatmen, sich etwas subtiler bemerkbar machen. Ein einfaches „Entschuldigen Sie“ wirkt manchmal Wunder.
    3. Was gibt es denn alles?
      Stimmt, die Getränkeauswahl auf Langstreckenflügen ist oft üppig, denn viele Airlines bieten eine sehr unübersichtliche Zahl an Erfrischungen an. Sich die Auswahl vorbeten zu lassen, ist dennoch mehr als unnötig, stehen doch die meisten Getränke im Bord-Menü. Auch Passagiere, die bei ihrer Bestellung die Kopfhörer aufgesetzt lassen, genießen nicht den besten Ruf unter Flugbegleitern. Immerhin wird niemand bei der Arbeit gerne angeschrien – auch wenn es sicher nicht absichtlich gemeint ist.
  1. Schnell nochmal für kleine Piloten gehen
    „Oh, das Essen kommt! Da geh ich lieber schnell nochmal aufs Klo“. Passagiere, die unmittelbar vor oder während der Essensausgabe durch die Gänge wandern, können Flugbegleiter schon mal zur Weißglut treiben. Die Gänge sind ohnehin eng, wenn dann aber noch jemand durch möchte, kann das ungemein frustrieren. Dasselbe gilt für Personen, die kurz vor der Landung noch in Richtung Toilette verschwinden, obwohl die Anschnallsignale bereits aufleuchten – und womöglich ihren Platz anschließend verlassen, als hätte dort ein Rudel Wölfe gewütet.
  2. Kann ich kurz Ihren Stift ausborgen?
    Bei der Einreise in viele Länder müssen Touristen zuvor Einreise- und Zollbestimmungen ausfüllen. Einen Stift kann man mal vergessen, bei jedem Flug sollte man aber nicht auf die Stifte der Crew zurückgreifen, denn man stelle sich vor, wie viele Kugelschreiber jeder Flugbegleiter pro Flug mit sich führen müsste. Ein Kugelschreiber sollte darum zur Standardausstattung eines Reisenden gehören.

Gibt es den perfekten Fluggast überhaupt?!

Ja, und zwar ist der perfekte Passagier laut dieser Umfrage männlich, zwischen 30 und 39 Jahre alt und reist alleine in der Economy-Class in den Urlaub. Aber Ausnahmen bestätigen, wie man so schön sagt, die Regel. Also bei der nächsten Reise am besten mit einem freundlich aufgesetzten Gesicht in den Flieger steigen und zurücklächeln. Denn ein guter Anfang kann auch schon viel zieren.