Die Bahn macht mobil – neue Strecke, neue Züge
Wegen langer Fußwege zum und im Zug immer eine gute Wahl: ein Trolley von Hardware

Die Bahn macht mobil – neue Strecke, neue Züge

Es begab sich aber zu der Zeit, als Job-Mobilität dafür sorgte, dass Menschen für freie Stellen von Ost nach West zogen und Studierende wegen günstiger Lebenshaltungskosten von West nach Ost. Deswegen machten sich zur Weihnachtszeit alle Menschen wieder auf, um die Feiertage bei ihren Familien zu verbringen.

Neben der richtigen Auswahl an Geschenken, mit denen man seinen Koffer füllt, ist wohl die härteste Frage: Wie reisen? Möchte man im Auto oder Reisebus den Stau auf der Autobahn riskieren? Bevorzugt man den Flug mit dem Vorlauf – Einchecken, Shuttlen und Boarden? Oder setzt man auf die bequeme Variante und reist mit der Bahn?

Alles neu bei der Bahn

Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 liefert die Bahn auf jeden Fall viele gute Argumente für den Schienenverkehr – leider auch sehr kostspielige: neue Züge, eine neue Strecke, neue Direktverbindungen und bessere Anbindung.

Von München bis Berlin fährt man zukünftig unter vier Stunden statt den aktuellen mehr als sechs. Selbst die Züge, die in Nürnberg, Erfurt und Halle halten, benötigen weniger als viereinhalb Stunden. Möglich macht das die neue Schnellstrecke – die nun für den „größten Fahrplanwechsel in der Unternehmensgeschichte“ sorgt –  mit 22 Tunnels durch den Thüringer Wald, die 20 Jahre lang geplant und gebaut wurde. Zwischen Bamberg und Halle  ist Tempo 300 möglich!

Der größte Gewinner dürfte dabei neben dem Kunden die Landeshauptstadt Thüringens sein, die zum Bahn-Drehkreuz mit schnellen Verbindungen nach Süden, Westen und Norden wird.

Ebenfalls neu, wenn auch vorerst auf anderen Strecken geplant, ist der ICE 4. Das neue Flagschiff der Flotte verspricht bessere Klimaanlagen, verlässliches WLAN, breitere Gänge, mehr Gepäckregale und acht Plätze für die Fahrradmitnahme. Die ersten fünf neuen Züge pendeln erstmal nur zwischen Hamburg und München bzw. Hamburg und Stuttgart.

Die Alternativen gewinnen beim Preis

So schnell die Bahn mit den neuen, teils häufigeren Verbindungen auch ist – und so ökologisch vernünftig besonders im Verhältnis zum Flugzeug –, so sehr fällt sie jedoch beim Preis durch. Denn die Fahrt inklusive Umsteigen mit dem ICE zu Weihnachten für eine Person quer von West nach Ost kostet fast genau so viel wie der Flug für zwei Personen inklusive extra Gepäckstück . *

Noch günstiger, aber länger unterwegs ist man auf denselben Strecken mit Mitfahrgelegenheiten oder dem Fernbus – zudem mit der Gefahr des Weihnachtsstaus.

Die Frage der Mobilität – insbesondere für die pendelnden Studierenden – klärt sich jedoch häufig noch immer über den Preis. Denn ohne Geld in der Moneybox wird das nichts mit den schönen Geschenken. Gute Reise.

*am Beispiel Stuttgart – Halle gerechnet