Den Urlaub verlängern

Den Urlaub verlängern

Lesen bildet, entspannt und schafft Kurzweil. Und wo sonst, wenn nicht auf Reisen mit Flugzeug oder Schiff, finden wir genug Zeit und Muse, um uns besonders dicken Büchern zu widmen. Damit nach dem Packen aber nicht nur unhandliche Werke von Frank Schätzing oder Ken Follett im Koffer Platz finden, greift der vorausschauende Reisende gerne zum E-Book. Digital ist einfach besser – zumindest in dieser Hinsicht.

Ganz anders verhält es sich bei Urlaubserinnerungen wie Fotos. Die lagern in digitaler Form nach der Reise nur auf Festplatten, USB-Sticks oder CD-ROMs – und geraten dort in Vergessenheit. Darum empfiehlt sich der analoge Weg: ein Urlaubsbuch. Noch nie gemacht? Dann wird es Zeit!

Was kommt rein?

Zuerst einmal die Grundlage schaffen: Ein leeres Buch bekommt man im Schreibwarenhandel oder auch auf verschiedenen Online-Portalen. Die Größe und Dicke hängt natürlich davon ab, was man reinkleben möchte und wie lange die Reise war. Und je länger diese war, desto mehr Fotos sind wohl zusammengekommen. Die sichtet man besser schon mal vorab und lässt sie danach im Fotostudio, bei Drogerieketten oder online ausdrucken. Das kann man mit guten Druckern und dem richtigen Papier auch ganz bequem von zu Hause aus erledigen. Tipp: Bei manchen Bildern lohnen sich Großausdrucke.

Und was soll jetzt außer den Fotos ins Buch? Schlicht alles, was reinpasst. Erlaubt ist, was gefällt. Und je mehr Krimskrams um die Urlaubsfotos herum drapiert wird, desto lebendiger wirkt das Buch letztendlich. Ob es nun ein Bierdeckel aus der Strandbar mit den leckeren Mojitos, ein Streichholzbriefchen der Taverne mit den umwerfenden Pizzen oder eine Eintrittskarte eines besuchten Schlosses ist: Hauptsache, man verbindet mit dem Gegenstand ein paar schöne Erinnerungen. Dazu können auch Muscheln, Cocktailschirmchen oder lustige Buttons gehören – so lange man sie im Buch unterkriegt. Und natürlich alles, was sich in Vatis Geldbeutel oder Töchterchens Moneybox angesammelt hat.

Die Mitbringsel am besten mit handschriftlichen Notizen versehen. Die sehen toll aus und lassen einen auch nach Jahren noch wissen, warum Kassenzettel XY seinen Platz im Buch gefunden hat. Auch gut machen sich Fingerabdrücke oder kurze Einträge von Urlaubsbekannten. Vorausgesetzt man hat das Buch im Urlaub dabei. Das hat ein bisschen was von den Poesiealben aus der Schulzeit.

Wer macht mit?

Bitte nicht allzu lange mit dem Bestücken des Buchs warten, sonst sind vielleicht die ersten Erinnerungen an den Urlaub schon wieder verblasst. Das Wochenende nach der Reise eignet sich wunderbar, um nochmal alle Eindrücke Revue passieren zu lassen. Das kann man ganz im Stillen für sich selbst machen oder mit den Reisegefährten zusammen. Warum also nicht gleich mit der ganzen Familie?! So können alle Mitreisenden nochmal die schönsten Tage des Jahres zusammen durchleben – und eine einzigartige gemeinsame Erinnerung schaffen, die an Geburtstagen, Weihnachtsfesten oder anderen Familienevents sicher gerne wieder hervorgeholt wird.

Mit den Jahren kommt so eine nette Sammlung zusammen. Und Urlaubsreisen in dieser analogen Form nochmal zu erleben, bringt doch viel mehr Gefühl in die Geschichte, als sich Bilder auf einem Laptop anzuschauen. Manchmal ist digital halt doch nicht besser.