Das kostet aber extra!
Wer weiß schon, welche versteckte Kosten noch hinter der Zimmertüre lauern? (Trolley: Hardware)

Das kostet aber extra!

In Hotels trennt sich die Spreu vom Weizen. Viele können sich vieles leisten, aber für eine Nacht im Luxushotel mehrere hundert Euro oder gar einen vierstelligen Betrag zu zahlen – da hört für die meisten der Spaß auf. Aber es gibt ja sehr gut ausgestattete Hotels, die relativ günstig sind. Auf den ersten Blick. Denn wenn man ins Kleingedruckte schaut, können eine ganze Menge Zusatzkosten anfallen, die den Zimmerpreis reichlich erhöhen.

Wucher in der Minibar

Spät angekommen und keine Zeit gehabt, sich mit Getränken zu versorgen, um die dann im Schrank hinter der Schmutzwäsche zu verstecken? Zum Glück gibt es ja die Minibar – es sei denn, man befindet sich in einem Budgethotel, in dem die grundsätzlich leer ist, damit man seinen Harzer Roller oder Trumpfs Edle Tropfen darin bunkern kann. Wenn aber was drin ist in dem dauerbrummenden Kühlschränkchen, kostet es ein Vielfaches von dem, was es wert ist. Oder die Vorgänger haben alle Absacker weggesoffen und mit Wasser aufgefüllt. Danke dafür!

Die Parkuhr läuft 24 Stunden

Ja, so ein Cityhotel ist eine tolle Sache: Mitten im Leben, alles zu Fuß erreichbar. Pech gehabt, wenn man mit dem eigenen Auto unterwegs, weil zum Beispiel auf Städtetour ist. Denn der Raum mitten in der Stadt ist knapp, deswegen dürfen auch Mittelklassehotels gerne mal 20 Euro am Tag für den hoteleigenen Parkplatz verlangen.

Abzocke am Frühstücksbüfett

Hach, endlich mal in Ruhe frühstücken! Aber vorher erst mal am Büfett in der Schlange stehen und dem Nebenmann mit der Gabel die letzten Käsewürfel vor der Nase wegstechen, wo man doch schon je nach Location 20, 30, 35 Euro pro Nase fürs Frühstück berappen muss. So viel kann man in der Regel gar nicht reinfuttern (es sei denn, man packt sich verbotenerweise ordentlich was ein), erst recht nicht, wenn man eigentlich ein französisches Frühstück bevorzugt: einen Café au lait und eine Gauloises. Alternative: kein Frühstück buchen und zum Backshop um die Ecke gehen. Aber eigentlich hat man doch Urlaub!

WLAN zum Abwinken

Gibt’s hier ein Netz? Klar doch! Sogar ein superschnelles – muss man halt extra bezahlen. Und je mehr das Hotel ohnehin schon kostet, desto mehr kann der WiFi-Zugang kosten. In Luxushotels gerne mal 20 Euro am Tag für den Zugang im Zimmer. Aber dafür ist es ja in der Lobby umsonst … Also? Einfach mal öfters in Bademantel und Hotelschlappen in der Luxuslobby rumlungern und surfen. Vielleicht macht das an der Rezeption irgendwann so viel Eindruck, dass man zum Schutz der noblen Neuankömmlinge aufs Zimmer geschickt wird zum Umsonst-Surfen. Und apropos Telekommunikation: Was kostet nochmal ein Auslandsgespräch im Festnetz?

Was ist der Safe wert?

Wertsachen in den Safe! Aber sicher! Allein schon wegen der Versicherung. Schade, dass das Tablet nur einen Zentimeter zu breit ist, um in das verfilzte dunkle Loch reinzupassen. Und wie ging das nochmal mit der Aktivierung des persönlichen Codes? Mal nachfragen. Oh, der Safe kostet 4 Euro am Tag? Natürlich, fallen ja auch hohe Betriebs- und Wartungskosten für das rostige Teil an.

Badness statt Wellness

Jetzt aber mal richtig ausspannen. Einen super Wellnessbereich sollen die haben. Man muss auch nur 10 Euro extra am Tag für die Nutzung der Sauna zahlen, wo es doch Häuser gibt, in denen 5 Euro die Stunde abgebucht werden. Und ja, tatsächlich: In manchen Hotels muss man für Liege und Handtuch ebenso extra berappen, was einen als guten Deutschen allerdings nicht von der Pflicht entbindet, morgens in der Früh mit stiernackigen Briten um die letzten zu reservierenden Plätze am Pool zu kämpfen.

Wer zu spät geht …

… den bestraft die Rechnung. Bis wann muss man die Bude wieder verlassen haben? Bis 11 Uhr morgens? Doof, dass der Flieger erst abends geht. Naja, zahlt man halt noch mal 30 Euro extra fürs späte Auschecken – der frühe Check-in war schließlich auch nicht kostenlos.

Studieren geht über Stornieren

Wenn man das jetzt alles mal zusammenzählt, dann können für eine Woche gut und gerne mehr als 500 Euro Extrakosten anfallen, eventuelle Service- und Gepäckaufbewahrungsgebühren sowie Energiezuschläge nicht mit eingerechnet. Dann doch lieber gleich Stornieren! Aber dies kostenlos bis zum Anreisetag zu können – das war einmal.  Viele Hotels verlangen im Rahmen einer 24- oder 48-Stunden-Stornierungsrichtlinie bis zu 100 % des Preises fürs Nicht-Erscheinen. Und auch schon eine Woche vorher Absagen kann 70 % kosten. Ganz schön ärgerlich! Noch nicht genug aufgeregt? Welche 10 Dinge am meisten beim Restaurantbesuch nerven, ist hier zu lesen.