Smartphones für Grundschüler?
Trotz sinnvoller Lern-Apps sollte das Smartphone Im Unterricht immer noch die Ausnahme sein.

Smartphones für Grundschüler?

Was früher die Telefonzelle war, tragen heute schon Grundschüler mit sich herum: Mobiltelefone. Die einen befürchten, dass die Kids dem Unterricht nicht mehr folgen, die anderen sehen es eher gelassen – oder gar als Notwendigkeit. Ein Diskurs, der von Eltern, Lehrern und Experten mal mehr, mal weniger hitzig geführt wird. Und an dessen Ende sich viel um Vertrauen, Befürchtungen und Eigenständigkeit dreht.

Vernünftigen Umgang mit Technik fördern

Handys und Smartphones sind heute selbstverständliche Begleiter in unserer Gesellschaft. Warum also nicht schon Grundschüler mit der Technik vertraut machen? Sie davon fernzuhalten, ist ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit geworden – und würde sie gegenüber technikaffinen Altersgenossen nur zurückwerfen. Spätestens wenn die Technologie zum festen Bestandteil des Unterrichts wird. Darum ist es sinnvoll, dass sich Kinder schon früh mit der Technik auseinandersetzen und einen vernünftigen Umgang mit den Geräten erlernen.

Kein reines Spaß-Tool

Kinder sollten Smartphones und Rechner in erster Linie als Gebrauchsgegenstände sehen – und nicht nur als reine Vergnügungs-Tools. Zum Telefonieren und SMS-Schreiben reicht es, ein abgelegtes Handy zu reaktivieren. Als Sicherheit für den Heimweg oder für den Fall, dass in der Schule etwas vorfällt, genügt das. Das Mobiltelefon sollte nur stabil sein und kleinere Stürze unbeschadet überstehen – da tut’s meistens eine Schutzhülle wie diese Mobile Wallet. Eine Technikstufe höher liegt da das Smartphone. Bereits 20 Prozent der Erstklässler nutzen ab und an die kleinen Computer. Ein eigenes zu besitzen empfiehlt sich ab dem Wechsel in eine weiterführende Schule.

Egal ob Handy oder Smartphone: Wichtig ist, dass Eltern und Kinder die Geräte zusammen einrichten. Dazu gehören vor allem die wichtigsten Telefonnummern wie die von Eltern, Großeltern und Geschwistern ins Adressbuch. Tipp: Für wichtige Nummern eine Kurzwahl einrichten oder sie in den Favoriten speichern. Damit sich die Betriebskosten im Rahmen halten, eignen sich Prepaid-Verträge. Die haben den Vorteil, dass die Kids auch dann erreichbar bleiben, wenn sie ihr Guthaben bereits aufgebraucht haben. Kostenfallen beugt man vor, indem man 0900-Nummern oder ähnliche teure Hotlines beim Telefonanbieter sperren lässt oder im Gerät selbst sperrt. Wie das geht, steht in der Gebrauchsanleitung.

Regeln für die Nutzung vereinbaren

Ein wenig Vertrauen ist natürlich vorausgesetzt, wenn man Kinder mit Mobilgeräten ausstattet. Es kann aber nicht schaden, im Vorfeld ein paar Regeln zu vereinbaren: Während des Schultags ist das Handy tabu – keine Diskussion. In vielen Schulen gelten ohnehin strenge Regeln für den Umgang mit den Geräten. Und in den Pausen sollten Schüler lieber miteinander sprechen als Nachrichten zu schreiben. Zu Hause ist dann noch genug Zeit, um Messages zu checken oder zu daddeln.

Am besten den Internetzugang auf Smartphones tagsüber komplett ausschalten – und eine Zeit vereinbaren, in denen die Jugend dann nach Herzenslust surfen kann. Was sich alles an Apps auf dem Smartphone befindet, sollten Eltern ab und an checken und mit ihrem Nachwuchs darüber sprechen. Ein paar gute Anwendungen, die auch für Kids geeignet sind, gibt’s hier. Nachts gehört das Smartphone generell ausgeschaltet – oder zumindest in den Flugmodus gestellt.

Gänzlich von der Technik abschotten kann man Kinder nicht. Da ist es doch der bessere Weg, sie Stück für Stück an die Geräte heranzuführen und eine vernünftige Basis für die Nutzung zu schaffen. Und wer sich selbst mit der Materie beschäftigt, wird sehen, dass manche Befürchtungen sich bald von selbst zerschlagen, die Jugend das Vertrauen genießt – und an Eigenständigkeit gewinnt.