Spielerisch die Uhr lesen lernen

Spielerisch die Uhr lesen lernen

Zum Glück ist Zeitgefühl angeboren. Diese innere Uhr ist schon ein Segen. Tag und Nacht machen uns ja schon in jungen Jahren schnell begreiflich, wann man aufstehen sollte und wann Schlafenszeit ist. Das zu lernen, bleibt uns erspart. Komplizierter verhält es sich mit der Uhrzeit. Die müssen wir lernen – und daran hat gewiss nicht jeder seinen Spaß und auch nicht jeder die besten Erinnerungen. Für Kinder ist es schwer, den Unterschied zwischen Dauer und Zeitpunkt zu erfassen. Darum haben sie oft Schwierigkeiten bei zeitlichen Vorgaben von Erwachsenen – und auch die Unterscheidung zwischen Gegenwart und Vergangenheit nehmen viele Kinder erst ab dem Kindergartenalter so richtig wahr. Wie führt man Kinder also am besten an das Thema Uhrzeit heran?

An festen Zeitpunkten orientieren

Ständige Wiederholungen sind ganz wichtig, um Kindern Zeiten näherzubringen. Vor dem Schlafengehen kann man mit ihnen den Tag Revue passieren lassen. Nochmal durchgehen, was man alles so gemacht hat. Dabei lassen sich Zeiten sehr gut integrieren, indem man den Tag in morgens, mittags und abends einteilt und gezielt nachfragt, wann was geschehen ist. Den großen gelben Bagger auf der Baustelle hat man nämlich morgens gesehen, und das Eis mit Erdbeeren gab’s mittags. Zur Orientierung zwischen diesen Zeiträumen helfen Kindern feste Eckpunkte sehr: Wenn es täglich um 12 Uhr Mittagessen gibt, um 18 Uhr der Tisch fürs Abendessen gedeckt ist, oder pünktlich um zehn vor sieben das Sandmännchen kommt, sind das für Kinder feste Konstanten, an denen sie sich orientieren können. Längere Zeitspannen veranschaulicht man, indem man sie mit bekannten Tätigkeiten füllt, wie zum Beispiel noch zweimal schlafen, dann kommt Oma zu Besuch. Wenn die Grundpfeiler erst mal verstanden sind, kann man sich daran machen, die Uhr zu erklären.

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Analog- vor Digitalanzeige

Manche Eltern greifen zu Apps, die den Kindern das Ablesen der Uhr verständlich machen sollen. Das kann zwar unterstützend wirken, am besten ist aber immer noch der analoge Weg mit einem Ziffernblatt. Digitale Anzeigen kann man vorerst vernachlässigen, denn die lernen sie ohnehin viel schneller. Klar, sind ja auch einfacher zu lesen. Am Anfang ist aber die Einteilung der Zeit in Stunden, Minuten und Sekunden wichtig – und am anschaulichsten sieht man die auf einem Ziffernblatt. Hier lassen sich auch der Unterschied zwischen Dauer und Zeitpunkt verdeutlichen. Zu Übungszwecken hilft es, selbst eine Uhr zu basteln. Am besten, indem man ein Ziffernblatt mit Uhrzeiten auf einen Pappteller malt und in der Mitte einen Stunden- und einen Minutenzeiger anbringt – klappt super mit einer Musterklammer. So kann man entweder eine Zeit vorgeben, die es zu beantworten gilt, oder eine Zeit nennen, die das Kind dann einstellen muss.

Aber erst mal Schritt für Schritt: idealerweise erklärt man zuerst den Stunden- und den Minutenzeiger und was die eigentlich machen. Der kleine Zeiger zeigt die jeweilige Stunde an, der große zeigt, wann die volle Stunde erreicht ist – und der bewegt sich auch viel schneller als der kleine. Jetzt sind die Stunden dran. Anfangs sollte man sich auf zwölf Stunden zu beschränken und Uhrzeiten wie 13 Uhr oder 18 Uhr noch außen vor lassen. Ach ja, und immer Uhr hinter der Zeit sagen. Also nicht einfach nur „5“, sondern „5 Uhr“. Dann ist es später weniger verwirrend, wenn die Minuten hinzukommen. Hier sollte man erst mit halben Stunden und Viertelstunden beginnen. Ob man da mit „Dreiviertel Vier“ oder „Viertel vor Vier“ arbeitet, überlassen wir mal den regionalen Gepflogenheiten.

Mit eigenem Equipment lernt sich’s leichter

Am meisten Spaß macht das Lernen der Uhrzeit natürlich, wenn man’s mit der eigenen Uhr macht – und die sollte auf jeden Fall kindgerecht sein. Das bedeutet, dass Stunden und Minuten mit Punkten oder Strichen markiert sein sollten … und am besten sind die Stunden durchnummeriert. Ein Sekundenzeiger hilft ebenfalls, ein gutes Gefühl für die Zeit zu entwickeln. Ist das alles dabei, muss nur noch das Design stimmen. Dann wird die Uhr schnell zum Blickfang – und zum puren Stolz am Handgelenk.

Darum hat Scout die richtige Uhr für jedes Kind: Ob als Armbanduhr mit hübschem Design oder mit einem tollen Wecker für den Nachttisch, mit den Uhren von Scout sind Kinder immer am Puls der Zeit. Da ist man dann auch in der Schule bestens gewappnet, wenn es ans Lernen der Uhrzeit geht – und man vorher schon mal üben konnte.