Sicher zu Fuß in die Schule
Sehen und gesehen werden: Beides unabdingbar, wenn Kinder sich zu Fuß auf den Schulweg machen (Schulranzenmodelle, v.l.n.r.: Scout Sunny, Scout Genius, Scout Alpha).

Sicher zu Fuß in die Schule

Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, richten erheblichen Schaden an. Eine dänische Studie zeigt: Schüler, die zur Schule laufen, können sich dort wesentlich besser konzentrieren und sind leistungsfähiger.

Natürlich ist der Schulweg für die ABC-Schützen erst einmal neu. Aber wenn man sie die ersten Wochen begleitet, auf Gefahrenstellen hinweist und zur gesunden Vorsicht im Straßenverkehr erzieht, können Kinder irgendwann selbständig in die Schule gehen. Spätestens wenn der Sprössling Anschluss bei den neuen Mitschülern gefunden hat, wird der Schulweg zum gemeinsamen Abenteuer, bei dem Eltern nichts mehr zu suchen haben.

Ein häufiges Argument für das sogenannte Elterntaxi ist das erhöhte Verkehrsaufkommen, für welches paradoxerweise eben jene selbst sorgen. Ob das Parken in zweiter und dritter Reihe direkt vor der Bildungsanstalt wirklich der Verkehrssicherheit zuträglich ist, ist zu bezweifeln. Vom staubedingten Stresslevels des fahrenden Volkes mal ganz abgesehen. Statistisch verunglücken mehr Kinder auf der Rücksitzbank des Autos als zu Fuß.

Inzwischen appellieren Schulen – häufig ebenso unglücklich mit dem Mutti-Taxi-Stau vor der Tür – regelmäßig an die Eltern, ihren Kindern die 30 Minuten Selbstständigkeit und die Erfahrungswelt Schulweg zuzugestehen. Gleichzeitig dient der Schulweg der Kommunikation der Kleinen untereinander, Neuigkeiten können sie so noch vor der Schule austauschen, und im Unterricht herrscht dann mehr Ruhe.

Wenn gar kein Auto vorhanden ist, besteht gar nicht die Frage, ob das Kind gefahren wird. Dann wird sowieso gelaufen, basta!

Andererseits: