Mit Scout Schulranzen im Rallye-Fieber
Mehr als 100 Scout Schulranzen-Sets traten mit den Rallye-Teams die lange Reise für einen guten Zweck an.

Mit Scout Schulranzen im Rallye-Fieber

101 Fahrzeuge, 202 Teilnehmer und mehr als 100 Scout Schulranzen-Sets machten sich am 5. Mai 2018 im Zuge der Europa-Orient-Rallye 2018 auf die Socken, um die durchschnittlich 7.777 Kilometer pro Wagen von Straßburg bis nach Jordanien hinter sich zu bringen. Das bedeutete für die rund 30 Teams mehr als 20 Tage auf unwegsamen, abenteuerlichen und sandigen Straßen. Ein Abenteuer, bei dem laut den Organisatoren neben jeder Menge Spaß vor allem auch der Wille, etwas Gutes bewirken zu wollen, im Vordergrund steht.

Allgegenwärtig auf der EOR: Scout Schulranzen.

Mehr als nur eine Spaß-Rallye

Bereits zum 13. Mal starteten die tollkühnen Piloten ihre Reise in den Nahen Osten. Mit einigen Neuerungen: In diesem Jahr wurde die Rallye zum ersten Mal unter dem neuen Namen Europa-Orient-Rallye durchgeführt (zuvor: Allgäu-Orient-Rallye). Eine Reaktion auf die erstmalige Patronage durch das Europäische Parlament. Damit gewinnt das Event neben der Unesco oder Scout Schulranzen einen weiteren namhaften und verlässlichen Partner. Und das aus gutem Grund: Als Europäer und Weltbürger wollen die Teams ihren Beitrag zur Völkerverständigung leisten, erklärt Wilfried Gehr, Mitbegründer und Organisator der EOR. Gehr betont außerdem, dass den positiv verrückten Teilnehmern neben ihrem Vergnügen auch der soziale und menschliche Aspekt der Rallye wichtig sei.

On the road again: Die Teams freuen sich jedes Jahr auf eine neue Rallye.
Schwierige Aufgaben warteten auf die Fahrer.

Strenge Regeln für hartgesottene Teams

An den harten Spielregeln der Rallye hat sich allerdings nichts verändert. Noch immer ist das Event nur was für Menschen, die ein paar Wochen ohne Luxus auskommen.

Zu den wichtigsten Richtlinien gehören, dass etwa nur Fahrzeuge, die nicht mehr als 1.111,11 Euro gekostet haben, zur Rallye zugelassen werden. Ein Rallye-Team besteht aus sechs Fahrern und drei Autos. Es müssen aber nicht zwingend alle Autos am Zielort ankommen. Jede Teilnahme ist erfolgreich, so lange das gesamte Team gemeinsam mit mindestens einem der gestarteten Fahrzeuge über die Ziellinie fährt. Die Rallye-Teams dürfen täglich nicht mehr als 666 Kilometer an Wegstrecke zurücklegen – sollten aber auch nicht unter 555 Kilometern bleiben.

Übernachtet werden darf im Auto, im Freien, in mitgenommenen Zelten oder in Unterkünften oder Hotels. Der Haken bei Letzteren ist allerdings, dass diese im Schnitt nicht mehr als 11,11 Euro pro Nacht und Person kosten dürfen. Allein solche Übernachtungsmöglichkeiten zu finden, dürfte eine ganz schön kniffelige Aufgabe sein.

Und damit es auch alten Rallye-Hasen nicht langweilig wird, gab es noch ein paar Sonderprüfungen zu meistern. So mussten die Teams beispielsweise aus Teilen, die unterwegs zu finden waren, für die Stadt Troja ein Trojanisches Pferd bauen. Außerdem musste jedes Teams mindestens 1.111 Kronkorken nach Israel mitbringen. Die Intention: In Jaffa sollte so das weltgrößte Kronkorkenmosaik entstehen. Und mit mehr als 330.000 Kronkorken in einem fest verbauten Kronkorkenmosaik an einer Mauer wurde das Weltrekordziel weit übertroffen. Die Stadt Tel Aviv hat den Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde auch schon beantragt. Jetzt muss nur noch die Jury zustimmen. Wir drücken die Daumen!

Scout Schulranzen auf ungewohnten Wegen

Der Weltrekordversuch nimmt Gestalt an.

Eine weitere Herausforderung ist der Transport der wertvollen Fracht: Jedes Team ist selbst dafür verantwortlich, dass die mehr als 100 Scout Schulranzen-Sets unbeschadet ihren Weg zu den Schulklassen finden. Und wer die tollen Spenden nicht in einwandfreiem Zustand übergebe, habe ohnehin keine Chance auf einen der vorderen Plätze, erklärt Rallye-Pionier Gehr.

Er war auch mit von der Partie, als die Partnerschulen für das Projekt ausgesucht wurden und trägt mit Sorge dafür, dass die Schulranzen-Sets in der Türkei, in Jordanien und in Israel auch an Schulklassen übergeben werden, die sie wirklich benötigen. Manchmal entstehen durch die großzügigen Spenden auch schöne Brieffreundschaften, sagt Gehr. Manche Kinder halten den Kontakt zu den Rallye-Teams – und so wurden auch schon

Mehr als 100 Scout Schulranzen-Sets fanden in Schulen in Israel, Jordanien und der Türkei stolze neue Besitzer.

Kinder auf einen Besuch nach Deutschland eingeladen.

Die Nase vorn hatte in diesem Jahr übrigens das Team JUST RUST. Sie durften sich somit über den Hauptpreis freuen, der wie in jedem Jahr aus einem Kamel bestand. Gemäß der Tradition der Rallye, wird das Tier einem jungen Beduinen vor Ort überlassen. Eine gute Grundlage für die Zukunft. Auf dem zweiten Platz landeten übrigens die Dirty Ronnys. Dritter wurde das Team Wild Desert.

Charity wurde bei der Rallye großgeschrieben.

Nach der Beendigung der Rallye geht es für Gehr und ein paar Kollegen allerdings noch nicht gleich zurück nach Deutschland. Sie wollen sich noch ein paar Tage am Toten Meer von den Strapazen der vergangenen Wochen erholen. Und freuen sich dort schon mal auf die Europa-Orient-Rallye 2019. Dann können sie hoffentlich neue Teams mit neuen alten Karossen begrüßen – und mit vielen weiteren Scout Schulranzen wieder ein paar Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.