Schüler-Frühstück für den optimalen Start in den Tag

Schüler-Frühstück für den optimalen Start in den Tag

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages – diese Meinung wird von vielen Ernährungsexperten vertreten. Besonders Schulkindern fehlt mit leerem Magen nachweislich die Energie für Konzentration, Aufmerksamkeit und gute Leistungen. Das hat biochemische Gründe: Während des Schlafes werden die Glukosespeicher der Leber geleert. Glukose aber braucht das Gehirn, um gut arbeiten zu können.

Trotzdem gehen bis zu 30 % aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland ohne Frühstück aus dem Haus. Die Gründe sind unterschiedlich: keine Zeit, keine Lust, keinen Appetit. Die kleinen Morgenmuffel kämpfen sich oft zu spät aus dem Bett – und dann lässt die entstandene Zeitnot kein Frühstück mehr zu. Kein Wunder, denn zwischen 7 und 8 Uhr geht in den deutschen Haushalten die Post ab: aufstehen, anziehen, Zeug packen, pünktlich aus der Tür kommen … es wird gehetzt, was das Zeug hält.

Zeit fürs Frühstück schaffen

Zeitdruck lässt sich rausnehmen, indem Schulranzen oder -rucksack bereits am Vortag gepackt werden, die Anziehsachen bereitliegen und das Kind ein bisschen früher aus den Federn kommt. Zugegeben: Das ist die schwierigste Herausforderung, denn Kinder kommen nicht grundlos so schwer aus dem Bett. Sie sind von Natur aus Morgenmuffel, weil sie einen anderen Biorhythmus haben als Erwachsene. Deshalb empfiehlt der Schlafmediziner Dr. Alfred Wiater: Kinder sollten erst um 8 Uhr aufstehen und um 9 Uhr in die Schule.

Bis das Schulsystem eventuell irgendwann einmal in diesem Sinne umgestellt ist, lässt sich der kindliche Biorhythmus durch generell frühzeitigeres Zubettgehen regulieren – verbunden mit dem Verbannen von Smartphone, Tablet & Co. aus dem Kinderzimmer. Deren bläuliches Licht suggeriert dem Körper Tageslicht und verhindert so die Produktion des Schlaf-Hormons Melatonin.

Um Kinder auf den Frühstücksgeschmack zu bringen, stellen findige Eltern versuchsweise mal alle Uhren im Haus (auch die vom kindlichen Smartphone) um eine Viertelstunde vor – und überraschen den Nachwuchs mit einem schön gedeckten, abwechslungsreichen Frühstück, das dieser dank des erlisteten Zeitpuffers dann auch wirklich genießen kann.

Was kommt auf den Tisch?

Das ideale Schülerfrühstück besteht aus Kohlenhydraten, Milchprodukten und Rohkost in Form von Obst oder Gemüse. Ein süßes Frühstück liefert durch den hohen Fett- und Zuckergehalt zwar ausreichend Kalorien, wichtige Nährstoffe fehlen aber. Zudem kann es auf lange Sicht Übergewicht zur Folge haben. Aber was tun, wenn das Kind partout nichts Gesundes essen mag? Experten raten: lieber das geliebte Nutella- oder Salamibrot als gar nichts. Dazu eben immer wieder aktiv ernährungsphysiologisch wertvollere Sachen anbieten … und am besten selbst in die gesunden Sachen reinbeißen. Kinder lassen sich auch von Vorbildern inspirieren.

Manche Kinder lassen sich auch mit einem warmen, natursüßen Frühstück zum Löffeln locken, beispielsweise aus Hirse-Buchweizen-Brei und gemahlenen Erdmandeln: Beide Zutaten im Verhältnis 1:1 in ein Schüsselchen geben, heißes Wasser drüber, umrühren – fertig. Der Power-Brei kann mit Milch oder Mandelmilch,  Joghurt oder Quark verfeinert und mit kleingeschnittenem Obst (lecker: Apfel, Birne, Banane), Nüssen und/oder Trockenobst sowie einer Prise Zimt oder Vanille ergänzt werden.

Frühstück in der Schule

Es gibt Kinder, die bekommen kurz nach dem Aufstehen einfach keinen Bissen runter, entwickeln jedoch auf dem Schulweg Appetit … und sitzen dann mit knurrendem Magen in der ersten Stunde. Alternative: Statt einem kompletten Frühstück gibt’s zu Hause ein Glas Milch, Saft oder einen Smoothie – und zusätzlich zum Pausenbrot wird ein kleiner Snack eingepackt, der dann kurz vor Schulbeginn verzehrt werden kann.

Das Frühstück in der Schule hat Tradition – in den 90er Jahren gab es in Großbritannien sogenannte Frühstücksclubs. Verschiedene Initiativen und ehrenamtlich gegründete Organisationen (wie „brotZeit“) engagieren sich dafür, dass Kinder mit einem Frühstück in den Schultag starten können. Die in der Klassengemeinschaft eingenommene Mahlzeit macht nicht nur fit und leistungsfähig, sie stimmt das Kind auch auf den Tag ein und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Vielleicht kann das Thema ja auf dem nächsten Elternabend einmal angesprochen und eine Frühstücksinitiative gestartet werden?

Coole Snacks statt langweiliger Brote

Kinder lieben Abwechslung und kleine, handliche Häppchen. Eine bunte Geschmacks- und Formenvielfalt regt zum Probieren und Genießen an. In kleine Dreiecke geschnitten und garniert mit Radieschen- oder Minitomaten-Spießchen wird das klassische Pausenbrot zum coolen Fingerfood. Auch kleine Wraps mit Schinken, Käse, Gemüseaufstrichen und Salatblättern oder Party-Pumpernickel mit Frischkäse und Kresse kommen gut an. Als Beigaben eignen sich Nüsse, Trockenfrüchte oder Studentenfutter, frische Früchte oder Stückobst, Gemüsestifte (z. B. Kohlrabi, Möhren, Paprika) und (Vollwert-)Grissini mit einem (Kräuter-)Quark zum Dippen, kleine Spießchen mit Käse und Trauben/Mandarinenschnitze/Kiwistücke. Säfte können mit Weizengraspulver aufgewertet werden. Auch Smoothies oder Obstpürees bieten einen guten Start in den Tag.

Als gesunde Durstlöscher empfehlen sich neben Wasser ungesüßte Früchte- oder Kräutertees (z. B. Hagebutte, Zitronenverbene) oder Saftschorle. Ice Teas, Softdrinks und andere stark zuckerhaltigen Getränke sollten vermieden werden.

Hier gibt’s geeignete Behältnisse für das leckere Power-Paket: Lebensmittelechte, geschmacksneutrale und bruchsichere Brotboxen schützen den liebevoll zubereiteten Pausensnack. Durstlöscher jeder Art werden von einer auslaufsicheren Trinkflasche sicher transportiert. Und jetzt wünschen wir einen guten Start in den Tag – so oft wie möglich.