Motorisiert zur Schule aus gutem Grund
Auch wenn Kinder nicht zu Fuß zur Schule gehen, sollte der Schulranzen über die ganze Grundschulzeit gut sitzen (Schulranzen: Scout Ultra).

Motorisiert zur Schule aus gutem Grund

Klar existiert sie, die Klischee-Mutter, die morgens mit dem Porsche Cayenne des Gatten die Sprösslinge die 500 Meter zur Schule fährt, dort in dritter Reihe parkt und im Anschluss zum Shoppen und zur Wellness fährt.

Die zwei Kilometer entfernte Schule beginnt um 7:45 Uhr. Wenn der Morgenmuffel oder die Bummeltante pünktlich losläuft, um rechtzeitig anzukommen – wann muss dann die Familie aufstehen? Diese Mathematikaufgabe lässt sich im Sinne des gesteigerten Ausschlafkomforts mit „ins Auto packen und hinfahren“ beantworten.

Zudem muss man ein Kind ja nicht vor der Schultüre abliefern oder noch ins Klassenzimmer tragen. Fünf Minuten entfernt von der Schule absetzen und den Rest laufen lassen, reicht auch. Der Rückweg nach Hause ist ein ganz anderes Thema und bietet ausreichend Platz für Selbstständigkeit und Entfaltung des Trödelns. Ab der vierten Klasse geht es natürlich mit dem Fahrrad in die Schule. Davor wird es von der Verkehrswacht nicht empfohlen.

Der Schwierigkeitsgrad des Zur-Schule-Laufens steigt mit der Entfernung, weswegen in ländlichen Gegenden die Kinder mit dem Schulbus in den Dörfern eingesammelt werden. In der Stadt bedeutet das Bus und Bahn, die allerdings nicht überall mit Sicherheit, Zuverlässigkeit oder Pünktlichkeit überzeugen.

Sind beide Eltern in Vollzeit berufstätig, kommt noch ein weiteres Problem dazu. Bietet die nahe gelegene Schule ein ausreichendes Betreuungsangebot und ausreichend Plätze? Ist die Schule, in der man sein Kind untergebracht bekommt, dann 15 Kilometer entfernt, befindet sich aber praktisch auf dem Weg zur Arbeit, bleibt wenig Alternative, als das Kind mit dem Auto mitzunehmen. Insbesondere, wenn man das Geschwisterchen noch in die Kita oder den Kindergarten bringt.

Wenn das Kind von den Eltern in die Schule gebracht wird, bieten sich zudem willkommene Austauschmöglichkeiten mit anderen Eltern und Lehrern – wichtig besonders in der ersten Klasse.

Andererseits: