Ich will kein Schulkind sein
Gut vorbereitet und mit dem passendem Zubehör von Scout kommen Tränchen nicht in die (Schul-)Tüte.

Ich will kein Schulkind sein

Wer diesen Satz hört, hat ein Problem. Umringt von heiter aufgekratzten Eltern mit ihren erwartungsvoll fröhlichen Kindern steht man auf dem Schulhof – und beim eigenen Spross fließen die Tränen. Es ist der erste Schultag und die Hütte brennt! Wären jetzt noch alle Omas und Opas mit ihren wohlmeinenden Ratschlägen anwesend, das Chaos wäre perfekt. Und mit einem Sechsjährigen in Verweigerungsstarre etwas vernünftig besprechen zu wollen, ist sinnlos. Also den Schulranzen und die Tüte selbst tragen, eine stille Ecke suchen und schnellstens einen Deal aushandeln – nur so ist der Tag zu retten. Der über Wochen angestaute Stress hat sich Bahn gebrochen und viele Eltern haben einfach nur Glück, dass ihnen nicht das gleiche passiert. Der Wechsel vom Kindergarten in die Schule ist ein prägendes Erlebnis, und auf dem Weg dahin drohen viele Schlaglöcher. Spätestens mit der Anmeldung an einer Grundschule erlebt das Kind viele Veränderungen. Im Kindergarten wird über Lehrer, Kinder und Lernen gesprochen. Daheim werden Tagespläne umgestellt, und immer wieder wird der Schulweg probeweise abgegangen. Und dann gibt es ja noch die vielen anderen Kinder, die alle schon etwas über Schule wissen. Oder zu wissen glauben. Und alle reden darüber, dass man jetzt zu den Großen gehört und sich benehmen muss und immer schön fleißig sein und und und.

Soll das Kind einen schönen ersten Schultag erleben, muss dieser „schön“ vorbereitet sein. Und dazu gehört vor allem: Schule nicht schlecht reden. Denn jedes Wort ist Teil eines Mosaiks, das im Kind das Bild der Schule formt. Positive Geschichten aus der eigenen Schulzeit machen Kinder stattdessen neugierig und zeigen, dass Schule für jeden wichtig und gut ist.

5 Tipps

Kein Leistungsdruck

Es ist schön, wenn ein Kind bei der Einschulung schon seinen Namen lesen und schreiben kann, aber es muss das nicht können. Ein sanfter Einstieg in die Welt der Buchstaben und Gedanken ist regelmäßiges Vorlesen etwa vor dem Einschlafen. Und für die Mathematik gilt: Mit den Fingern zählen können ist ok, aber das kleine Einmaleins muss wirklich noch nicht sein.

Schulranzen und Zubehör

Machen Sie sich schlau, bevor sie mit Ihrem Kind zum Einkaufen losziehen. Denn wenn Sie bereits eine Orientierung haben, was gut von weniger gut unterscheidet, haben sie mehr entspannte Zeit mit Ihrem Kind für Motivauswahl und Anprobe. Tipps zum Ranzenkauf gibt es hier.

Schule kennenlernen

Für vier Jahre ist die Grundschule eine Art zweites Zuhause. Wie nach einem Umzug müssen sich die Kinder zwar neu einleben, aber nach ein bis zwei Wochen sollte dieser Ort Vertrautheit und Geborgenheit ausstrahlen. Je früher Kinder „ihre“ Schule kennenlernen, desto weniger schwierig wird das Ankommen und Bleiben am ersten Schultag.

Tagesrhythmus umstellen

Sprichwörtlich ausgeschlafene Kinder brauchen einen festen Tagesrhythmus, ausreichend Schlaf und am Morgen genügend Anlaufzeit – auch für ein gesundes Frühstück ohne Hektik. Um die Knirpse rechtzeitig aus den Federn zu bekommen, müssen sie zuvor an die neue Zeiten gewöhnt werden. Und damit beginnt man spätestens eine Woche vor Schulstart.

Überraschung!

Nur ein Vorschlag wie „Du bist jetzt lieb und später machen wir etwas Schönes“ dürfte in den wenigsten Fällen ausreichen. Das Ass in Ihrem Ärmel ist deshalb ein kleines Geschenk. Ein Kuscheltier oder Kinokarten helfen, das Drama zu entschärfen. Wichtig ist, dass es greifbar sein muss, um das Kind aus seinem Tief herauszuziehen. Es muss dieses Geschenk sofort anfassen und an sich nehmen können.