Herausforderung Schulweg
Schulranzen und Grundschulrucksäcke von Scout und DerDieDas sorgen für mehr Sichtbarkeit im Straßenverkehr.

Herausforderung Schulweg

Für das Jahr 2017 liegen die kompletten Zahlen der Unfallstatistik noch nicht vor, dafür weiß man aber längst, dass die Zahl der verunglückten Kinder im Straßenverkehr zuletzt wieder angestiegen ist: Im Jahr 2016 kamen laut Statistischem Bundesamt 28.547 Kinder unter 15 Jahren bei Verkehrsunfällen zu Schaden. Das ist gegenüber 2015 ein Anstieg um 1,1 Prozent. Umgerechnet bedeutet dies, dass alle 18 Minuten ein Kind verunglückt.

Eine Studie aus den USA zeigt, wie schwer sich viele Kinder tun, die Straße richtig zu überqueren. Ein studentisches Forscherteam der Universität von Iowa hat sich mit dem Thema wissenschaftlich beschäftigt und dies in einem Fachjournal veröffentlicht. Demnach haben Kinder noch bis ins Teenageralter Schwierigkeiten, stark befahrene Straßen zu überqueren, weil sie die Größe einer Lücke zwischen zwei herannahenden Autos nur sehr schwer einschätzen können. Häufig gehen sie auch nicht schnell genug vom Bürgersteig los, wenn sich eine Chance zum Wechseln der Straßenseite bietet. Kinder wählen zwar ähnlich große Lücken wie Erwachsene, sind aber nicht in der Lage, den Start zur Überquerung gut anzupassen und haben deswegen effektiv weniger Zeit dazu.

Acht Prozent der Sechsjährigen wurden angefahren

Bei der Untersuchung in Iowa wurden Kinder in Altersgruppen von sechs, acht, zehn, zwölf und vierzehn Jahren getestet. Sie sollten in einer virtuellen 3-D-Umgebung eine Straße überqueren. Die Kinder sahen die Autos also nur in einem Film auf sich zukommen. Ergebnis: Acht Prozent der Sechsjährigen wurden von einem Auto angefahren, als sie über die virtuelle Straße wollten. Im zunehmenden Alter wurden die Kinder im Straßenverkehr immer sicherer. Bei den Achtjährigen kam es bei sechs Prozent zu einem Unfall, bei den Zehnjährigen waren es fünf Prozent und bei den Zwölfjährigen nur noch zwei Prozent. Die Vierzehnjährigen hatten gar keine Unfälle mehr.

Möglichst früh auf den Straßenverkehr vorbereiten

Diese Ergebnisse sollen aber nicht dazu führen, dass Eltern ihre Kinder möglichst lange vom Straßenverkehr fernhalten. Die Forscher aus Iowa empfehlen im Gegenteil, dass sie möglichst früh unterwegs sein sollten – nach angemessener Verkehrserziehung. Dies sehen zum Beispiel Beamte der Polizei in Hamburg ebenso, die sagen, auch Erstklässler könnten nach einer Verkehrserziehung alleine den Schulweg bewältigen, aber sie sollten langsam daran gewöhnt werden.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät Eltern, sich mehr Zeit für die Verkehrserziehung zu nehmen. Begründung: Kleinkinder konzentrierten sich häufig nicht auf die Straße, sondern würden leicht von anderen Menschen oder parkenden Autos abgelenkt. Man sollte die Kinder daher fragen, was sie sehen. Und besonders wichtig sei es, dass die Kinder selbst gesehen werden. Häufig verdecken Sträucher oder parkende Autos den Sichtkontakt vom Autofahrer. Deswegen sei es für Kinder besonders wichtig, schon früh zu lernen, den Blickkontakt zum Autofahrer zu halten und gegebenenfalls Handzeichen zu geben.

Hilfreich: Rollentausch und Warnflächen

Der ADAC empfiehlt zudem, einen Rollentausch vorzunehmen: Das Kind sollte einmal seine Eltern über die Straße bringen und die Gefahrenstellen erklären. Dadurch ließe sich leichter erkennen, was das Kind schon verinnerlicht habe, heißt es im ADAC Schulweg Ratgeber.

Für die bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr kann auch der Schulranzen sorgen. Deswegen hat der Hersteller Scout bereits 1986 die DIN 58124 mitentwickelt. Wichtiger Bestandteil dieser sogenannte Schulranzen-DIN: 10 % der Ranzenfläche müssen retroreflektieren, also auftreffendes Licht etwa von Scheinwerfern zurückspiegeln. 20 % der Fläche müssen fluoreszieren, also auch in der Dämmerung leuchten, wie dies die klassischen Warnfarben Orange-Rot und Neon-Gelb tun. Aber inzwischen hat Scout auch weitere Leuchtfarben im Programm, wie hier zu sehen ist. Auch bei der Ranzenmarke DerDieDas wird in der Kollektion sehr auf das Thema Sicherheit durch Sichtbarkeit geachtet.

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