Call me Picasso

Call me Picasso

Meister fallen nicht vom Himmel. Von den ersten farbigen Kritzeleien zu detailreichen Zeichnungen ist es ein langer Weg. Viele Kinder kommen aber gar nicht so weit, weil ihnen entweder das Interesse oder der Zuspruch fehlen. Natürlich ist nicht jedes Kind ein zweiter Gustav Klimt (und man sollte auch tunlichst vermeiden, den Nachwuchs zum Malen zu drängen, wenn er keinen Spaß daran findet). Aber wenn Kinder öfter zum Stift greifen und ihre Eindrücke auf Papier bannen, beschäftigen sie sich intensiver mit ihrer Umwelt und lernen sie besser kennen.

So funktioniert kindliches Zeichnen

Kinder nutzen ihre Zeichnungen oft als Kommunikationsmittel. Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte, die sie dann – eventuell mit einer Bezugsperson – nochmals erleben wollen. Auch schaffen sie es mit ihren Bildern besser, Gefühle wie Schmerz zu erklären, bei denen sie sonst Schwierigkeiten mit einer genauen Beschreibung haben. Natürlich hat nicht jede Sonne, Wolke oder Blume, die von Kinderhand gemalt und gezeichnet wird, eine tiefere Bedeutung. Aber Malen steigert die kindliche Kreativität und das Beschäftigen mit alltäglichen Dingen hilft ihnen, den eigenen Lebensraum besser begreiflich zu machen. Darum gilt auch: Je mehr man auf die Bilder und die Inhalte eingeht, umso mehr Freude entwickeln Kinder beim Malen. Wenn man also mal eines der kleinen Werke geschenkt bekommt, darf man es durchaus auch mal über den (grünen) Klee loben.

Malen hat auch eine nachahmende Funktion: Kinder imitieren so schreibende Erwachsene oder malende Altersgenossen. Kleine Kritzeleien sind also oft auch nur Mittel zum Zweck, um sich selbst bestimmte Vorgänge anzueignen – wie fasse ich einen Stift richtig an, wie teile ich mir ein Blatt Papier ein und wie gehe ich beim Malen Schritt für Schritt vor. Das ist auch eine gute Vorbereitung aufs spätere Schreiben.

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Talentiert oder nur interessiert?

Talent unterscheidet sich vom reinen Interesse in erster Linie dadurch, ob dem Kind die Tätigkeit leicht fällt oder nicht. Schafft es kleine Kunstwerke ohne viel Übung und fallen ihm erweiterte Facetten des Malens wie Schraffieren, Abpausen oder Ausmalen ziemlich leicht? Dann könnte es sein, dass es eine besondere Gabe zum Malen hat – was aber anfänglich nicht überbewertet werden sollte.

Auch räumliches Vorstellungsvermögen kann viel darüber aussagen, wie viel Talent ein Kind zum Malen hat. Stimmen beispielsweise die Größenverhältnisse zwischen Bäumen, Menschen und Häusern und sind Objekte in der Ferne kleiner dargestellt als welche im Vordergrund? Neben Motorik und guten Reflexen ist räumliche Wahrnehmung übrigens auch für sportliche Aktivitäten sehr wichtig – und für planerische und handwerkliche Berufe von Vorteil. Aber keine Sorge, falls Kinder hier noch nicht so gut unterscheiden können: Räumliches Vorstellungsvermögen kann auch trainiert werden. Diese Entwicklung nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch. Im Kindergartenalter, mit drei bis fünf Jahren, fangen Kinder normalerweise an, die ersten komplexen Gebilde aus Bauklötzen zu erstellen. Kleinere Umfelder, wie die eigene Nachbarschaft, können sie in diesem Alter bereits einschätzen. Zwischen fünf und sieben Jahren merken sie sich dann die ersten Routine-Strecken, wie den Weg in den Kindergarten, zur Schule oder zum Kiosk, wo es immer das leckere Eis gibt. Erst ab sieben Jahren stellt sich dann ein richtiges Bewusstsein für Distanzen und Volumina ein. Kinder können jetzt mit den ersten räumlichen Größen umgehen. Das abstrakte Denken entwickelt sich aber erst zwischen zehn und sechzehn Jahren.

Fördern kann man Kinder mit gutem Zuspruch, hilfreichen Tipps oder gezielten Geschenken – wie einem Malkasten, -büchern oder den richtigen Stiften … und Raum für künstlerische Freiheit, den die Kinder brauchen, um sich komplett entfalten zu können. Wenn dann aber mal die Frage auftaucht, wie man denn am besten ein Auto malt, dürfen natürlich gerne ein paar Tipps gegeben werden.

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Das richtige Werkzeug

Anfangs nehmen Kinder meistens die ganze Faust zur Hilfe, um einen Stift zu halten. Erst mit vier oder fünf Jahren gehen sie zum Dreipunktgriff über: Daumen und Zeigefinger halten den Stift, der auf dem Mittelfinger aufliegt. Es gibt auch noch den Vierpunktgriff, bei dem zusätzlich noch der Ringfinger stabilisiert.

Eine große Hilfe für die richtige Stifthaltung sind die richtigen Stifte. Die kann man übrigens gar nicht früh genug schenken – in der Schule brauchen sie die Kinder später ohnehin. Buntstifte in Dreiecksform unterstützen kleine Kinderhände beim Führen des Stiftes und schaffen Halt. Eine rutschfeste Soft-Oberfläche verhindert das Verrutschen und ermöglicht so ein entspanntes Malen – ohne, dass Finger und Hände danach schmerzen. Darum sollte auch die Mine möglichst weich (und trotzdem bruchsicher) sein. Stifte, die alle Kriterien erfüllen und deren Holz obendrein aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt, gibt es bei Staedtler. Die legen nämlich Wert auf Qualität – so wie Scout. Denn Scout hat als einziger Schulranzenhersteller in Deutschland die Staedtler Qualitätsbuntstifte „ergosoft” standardmäßig in jedem 18-, 23- und 24-teiligen Scout Etui. Die verhelfen zu einer griffigen und ermüdungsfreien Schreibhaltung – und eignen sich mit ihren besonders farbintensiven Minen natürlich auch hervorragend zum Malen und Zeichnen. Der farbige Lack auf Wasserbasis, mit dem die Stifte ummantelt sind, ist außerdem noch super verträglich für unsere Umwelt. Und im Etui mit tollem Design gehen sie auch nicht verloren.

Falls das Kind dann doch lieber Fußball- oder Popstar werden möchte, bleibt zumindest den Eltern noch die Möglichkeit, sich künstlerisch zu betätigen. Malbücher gibt es ja mittlerweile auch für Erwachsene. Nur nicht vergessen, die Stifte nach Gebrauch wieder anzuspitzen und zurück ins Mäppchen zu sortieren.