Wie krieg ich Gemüse ins Kind?
Kennen viele Eltern: Kleine Gemüsemuffel am Esstisch. Es geht aber auch anders!

Wie krieg ich Gemüse ins Kind?

Eltern kennen das: Kinder haben oft ein eher spezielles Verhältnis zu Gemüse. Was sie als Baby vielleicht noch gern gegessen haben, finden sie im Kindergartenalter auf einmal absolut unmöglich. Denn was grün ist oder grün schmeckt, ist (plötzlich) doof und auch anderes Gemüse wird aus Prinzip verweigert.

Zum Glück gibt es Rezepte, mit denen viele Eltern ihre Kinder erfolgreich vom Gemüseessen überzeugen können – ganz ohne lange Diskussionen am Mittagstisch.

Vorab aber noch ein paar Tipps:

  • Was mag mein Kind?
    Um das herauszufinden, sollte man sich durch viele verschiedene Gemüsesorten durchprobieren. Dem Kind zu zeigen, wie vielfältig die Gemüsewelt ist, kann sogar Spaß machen.
    Bonustipp: Mit milden Sorten wie Karotten, Süßkartoffel, Gurke oder Paprika anfangen. Rosenkohl ist doch eher etwas für Fortgeschrittene.
  • Gekocht oder roh?
    Manches Gemüse schmeckt dem Kind vielleicht nicht gekocht, ist aber als Salat oder Fingerfood mit Kräuterquark der Hit. Möhren zum Beispiel. Einfach mal ausprobieren!
  • Gemeinsam kochen …
    Eine weitere Strategie ist, gemeinsam zu kochen. Wenn Kinder sehen, wie Gemüse verarbeitet wird und was genau im Essen drin ist, kann das Vertrauen wecken. Außerdem schmeckt es Kindern gleich besser, wenn sie sagen können, dass sie ganz toll mitgeholfen haben.
  • … oder Gesundes unterjubeln.
    Wenn völlige Transparenz nichts bringt, kann es helfen, das Gemüse „zu verstecken“. Und/oder man gibt den Gerichten fantasievolle Namen.
Gemüse kochen mit Kindern
Beim Kochen lernen Kinder viel und haben mehr Lust das Gekochte auch zu probieren.

Lecker versteckt: Rezeptideen für Gemüsemuffel

Froschnudeln

Nudeln mag doch jedes Kind! Und die Soße ist perfekt, um püriertes Gemüse darin verschwinden zu lassen. Und wenn es grünes Gemüse sein soll, gibt man der Kreation einfach einen besonders coolen Namen. Wie wär es zum Beispiel mit Froschnudeln?

Pro Portion braucht ihr 200 g Tiefkühlerbsen, 200 g Nudeln, 100 g Frischkäse (Natur oder mit Kräutern), 100 ml Gemüsebrühe sowie natürlich Salz und Pfeffer.

Die Nudeln gart ihr nach Packungsangabe. Die Erbsen lasst ihr auftauen und püriert sie mit dem Frischkäse. Kocht die Brühe auf, gebt die Erbsen-Frischkäsecreme dazu und rührt alles zu einer cremigen Soße. Dann nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und über die Nudeln geben.
Tipp: Wenn die Kinder doch ein bisschen Gemüse essen, ruhig mal die Hälfte der Erbsen im Ganzen in die Soße geben. Experimentierfreudige können das Rezept auch mit Brokkoli oder Spinat statt der Erbsen ausprobieren.

Gemüsepuffer

Kartoffelpuffer mit Apfelmus oder Kräuterquark sind ein beliebtes, aber nicht unbedingt gesundes Kindergericht. Einen Teil der Kartoffeln kann man problemlos durch geraspelte Zucchini, Möhren, Süßkartoffeln oder sogar Kürbis ersetzen. Dabei kann man ruhig experimentieren!

Hier ein Rezept für leckere Puffer mit Kartoffeln, Zucchini und Möhren:
Für vier Portionen braucht ihr 500 g Kartoffeln, 250 g Zucchini, 250 g Möhren, 1 Zwiebel, 2 Eier, ca. 60 g Mehl und evtl. Haferflocken, Muskatnuss, Salz, Pfeffer und Öl.

Gemüse- statt Kartoffelpuffern
Hmm… lecker! Gemüsepuffer sind gesünder als Kartoffelpuffer – und gehen ganz einfach.

Das Gemüse raspelt ihr und drückt es anschließend in einem Geschirrtuch sorgfältig aus. Gebt dann die fein gehackte Zwiebel sowie Eiern und Mehl dazu. Wer mag, kann auch noch ein paar Haferflocken hinzugeben. Alles zu einer schönen Masse vermengen und mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen. Anschließend ausreichend Öl in eine Pfanne geben und mit einem Esslöffel Puffermasse hineingeben. Die Gemüsepuffer von beiden Seiten goldbraun ausbacken.
Guten Appetit!

Und zum Nachtisch?

Wusstet ihr, dass man Gemüse auch wunderbar in Kuchen und Keksen verstecken kann? Rüblikuchen kennen wir ja schon lange, aber man kann auch wunderbar mit Kürbis oder Zucchini backen. Dafür gibt es viele tolle Rezepte im Netz. Stöbert doch einfach mal bei Chefkoch oder Pinterest.