Warum Ihr Kind schwimmen lernen sollte
Schwimmen ist wichtig. Zu Anfang sollten Mama oder Papa aber natürlich immer in der Nähe sein.

Warum Ihr Kind schwimmen lernen sollte

Im Leben ist es manchmal wie beim Triathlon: Schwimmen, Laufen und Radfahren – alles will gelernt sein. Aber erst einmal tief durchatmen. Das mit dem Laufen klappt doch meist recht früh und erlaubt kleinen Entdeckern die ersten Schritte. Das Radfahren, einmal gelernt, verlernt man in der Regel nicht mehr und erhöht die Reichweite ungemein.

Die Distanz vom Nicht- ins Schwimmerbecken ist allerdings nur räumlich klein. Auf dem Weg von der Blei-Ente zum Freischwimmer tun sich inzwischen nicht nur die Kleinen etwas schwer. Gründe dafür gibt es reichlich: keine Frei- und Hallenbäder in der Nähe, weniger Schwimmunterricht in der Schule, mangelnde Sportmotivation, ein allgemein schlechteres Körpergefühl oder fehlende Aufklärung und Informationen für Eltern. Doch auch wo Freibäder verfügbar sind müssen Bademeister regelmäßig eingreifen, weil Kinder und Jugendliche zwar vom Einer oder auch Dreier lässig ins Becken springen, sich dann aber nur mit Mühe über Wasser halten können. Die DLRG mahnt zudem seit Jahren mit Zahlen, die besagen, dass bereits heute jedes zweite zehnjährige Kind nicht schwimmen kann. Dabei sind die Gefahren für Nichtschwimmer nicht zu unterschätzen: Wasser zieht Kinder jeden Alters magisch an.

„Mit Schwimmen hat das oft nicht viel zutun. Vielmehr sehen sie dabei aus wie zappelnde Hunde – irgendwie ans Ufer kommen und dabei nicht vorher untergehen.“
Bademeister, befragt zur Schwimmkenntnis von Kindern.

Ein paar hilfreiche Hinweise für den erfolgreichen Start für kleine Wasserratten.

  • Früh übt sich
    Bereits früh kann mit Babyschwimmen oder daheim in der Badewanne das Element Wasser näher gebracht werden – das weckt Neugierde.
  • Das richtige Alter
    Sich irgendwann mit einfachem Paddeln über Wasser halten zu können, ist nur ein Anfang und noch nicht wirklich Schwimmen. Der Leitsatz für das richtige Alter lautet: Motorik inklusive Arm-Bein-Koordination und Körperbeherrschung sind dann ausgereift genug zum Schwimmen lernen, sobald ein Kind sicher und ohne Stützräder Fahrrad fahren kann – also in der Regel im Alter zwischen fünf und acht Jahren.
  • Den Druck rausnehmen
    Wie bei den meisten Dingen, die Kinder lernen sollen, darf auch beim Schwimmen lernen kein Druck ausgeübt werden. Negative Erfahrungen werden oft nur schwer überwunden und wirken lange nach. Angst vor Wasser ist das größte Hindernis! Darum …
  • Geduldiges Vorbild sein
    Bewegen sich Eltern souverän im kühlen Nass, will auch der Sprössling früher oder später mitmachen. Es zählt die Geduld.
  • Mit Spaß geht es leichter
    Der Mensch lernt am besten, wenn er Spaß dabei hat. Also: Spielerisch Aufgaben und Übungen vermitteln. Sich zu zweit auseinander stellen, das Kind hin und her schwimmen lassen und mit kleinen Schritten zurück die Distanz erhöhen. Loben und motivieren ist ausdrücklich erlaubt!
  • Augen auf trotz Land unter
    Nach Gegenständen tauchen (oder durch die gespreizten Beine der Eltern), macht Spaß. Kinder sollten das Tauchen üben. Daran gewöhnt, unter Wasser kürzere Strecken zu schwimmen, reagieren Kinder wesentlich ruhiger, wenn Wellen für unfreiwillige Tauchgänge sorgen.
  • Übung macht den Meister
    Regelmäßige Schwimmbadbesuche unterstützen und fördern die Lernerfolge. Es lohnt sich – trotz längerer Anfahrtswege. Ist das Schwimmen erst erlernt, hilft fleißiges Üben, um die Schwimmfertigkeit weiter auszubauen. Also Badetaschen gepackt und auf geht’s!

Manche Kinder lernen lieber in der Gruppe. Professionelle Hilfe und Schwimmkurse bietet beispielsweise die DLRG an.Das Angebot und die Kurse können sich allerdings stark voneinander unterscheiden. Eine zentrale Anmeldemöglichkeit gibt es leider nicht. Interessierte werden aber im Ortsgruppenfinder fündig.

Und falls es mit dem Radfahren noch hapert, gibt es hier nützliche Tipps.