Umwerfende Geschenke für die Schwiegereltern
Wo bewahrt die Dame des Hauses ihren Schmuck auf? Wenn sie dazu überlegen muss, empfehlen wir einen Schmuckkoffer (Windrose).

Umwerfende Geschenke für die Schwiegereltern

Wir haben doch schon alles. Ganz schön ermutigend, dieser Satz – und meist trifft er auch noch zu. Dabei muss, pardon, will man den Schwiegereltern zu Weihnachten doch nur eine Freude machen. Derartige Feststellungen schmälern das eigene Problem mitnichten, zumal eine Erwartungshaltung ja doch besteht, aber bitteschön: Das Leben steckt voller Herausforderungen und unmöglicher Aufgaben. Nehmen wir also diese an, jene zu beschenken, die einem wie einen Vertreter an der Haustüre abblitzen lassen: „Wir brauchen nichts. Wir haben schon alles. Dankeschön und viel Erfolg weiterhin.“

Der elegante Weg

Der Schwiegerpapa oder die Schwiegermama gehen einem Hobby nach? Na prima! Da liegt die Lösung doch schon so gut wie auf der Hand. Wer es versteht, die Leidenschaften des Beschenkten zu bedienen, zeigt, dass er weiß, was der andere schätzt und zelebriert. So leicht dieser Weg auch sein mag – blöd, wenn der zu Beschenkende nur einen Zeitvertreib kennt. Jedes Jahr lässt sich zum Beispiel mit Golfbällen und Co. leider auch nicht punkten, es sei denn, die Sportskanone hat ein ziemlich großes Handicap und demzufolge einen immensen Spielmaterialverschleiß.

Weihnachten für Genießer

Ach, die Schwiegereltern haben überhaupt keine Hobbys? Auch kein Problem. Essen muss jeder, und wenn man nichts dafür bezahlen muss, schmeckt’s gleich doppelt so gut. Ob man selbst mit am Tisch sitzen muss oder darf, kann man ganz davon abhängig machen, wie innig die Beziehung ist. Wenn man die Gefahr eines betreuten Essens umschiffen will, könnte man auch zum Geschenkkorb aus dem Feinkostladen greifen. Oder man stellt ihn alleine zusammen und kann umso mehr darauf achten, was gemocht beziehungsweise nicht gemocht wird. Exotische Gewürze, Pesto, Bratapfelmarmelade, Chili- oder Walnussöl: In kulinarischen Gefilden gibt es keine Grenzen – sofern die Schwiegereltern nicht unter Allergien leiden. Dann sollte man die Inhaltsstoffe etwas genauer prüfen.

Wer sich nicht wieder mit zwei Flaschen Rotwein auf den Weg machen will, kann sich auch anders behelfen, etwa mit atmenden Rotweingläsern oder einer Patenschaft für einen Rebstock (mit personalisiertem Sekt und einer Besichtigung des Weinguts). Wer Bedenken hat, dass darin auch die Botschaft schwingt „du trinkst doch gerne mal einen“ – es gibt ja auch Patenschaften für Olivenbäume, eigenes Olivenöl inbegriffen.

In Erinnerung bleiben

Ja, Schenken kann Freude machen. Vor allem dann, wenn man damit in Erinnerung bleibt und nicht versehentlich diesen St. Emilion 2006 eines Tages zurückgeschenkt bekommt. Dennoch sollte man immer bedenken, wie persönlich man werden darf. Der geschätzten Schwiegermutter eine Kette um den Hals hängen oder einen Ring an den Finger stecken, könnte einen nicht nur teuer zu stehen kommen, sondern ist auch irgendwie unpassend. Ein Schmuckkoffer wäre da wohl die elegantere Lösung, denn der ist nicht zu aufdringlich und immer präsent – und praktisch obendrein. Und anstatt dem Schwiegervater Geld zu schenken – aus diesem Alter sollte er langsam wirklich raus sein –, wäre eine hochwertige Ledergeldbörse zu Weihnachten wohl angemessener.

Dann lieber gar nichts schenken!

Gutscheine sind zwar so gut wie Geld – schließlich muss man je nachdem ordentlich was dafür hinlegen. Aber in den meisten Fällen sind sie doch nur totes und verbranntes Kapital. Für den mangelnden Einfallsreichtum wird man in der Regel mit Nichteinlösen bestraft – ohne es zu wissen. Oder ist man sich etwa nicht zu blöde, immer mal wieder nachzufragen: „Wie war eigentlich Euer Fallschirmsprung?“ Dagegen wirken Krawatten oder Socken für den Schwiegervater geradezu nützlich, wenn er denn welche trägt … Das kann man immerhin unauffällig überprüfen. Vorsicht allerdings bei Missverständnissen mit der Schwiegermama. Eine Beauty-Behandlung mag auf den ersten Blick ein so gut gemeintes Geschenk sein wie das opulente Kochbuch, kann aber im Zweifelsfall interpretiert werden als: „Das hast Du aber auch wirklich nötig!“