Rat mal, was ich mal!
Wenn noch ein Stuhl gemalt wird, könnte es ein Autositz sein, der geraten werden soll. Stifte-Etui: Scout

Rat mal, was ich mal!

Im Zeitalter der fortschreitenden Digitalisierung gibt es zwar ganz andere Möglichkeiten mit- oder gegeneinander zu spielen. Aber manchmal sind es eben doch die einfachen Sachen mit wenigen Hilfsmitteln, die Spaß machen. Mit Kindern, die schon lesen und schreiben können, kann zum Beispiel das gute alte „Stadt, Land, Fluss“ so spannend wie lehrreich sein. Mit jüngeren lässt sich auch mal „Hund, Katze, Maus“ ausprobieren. Wobei: Das kreative Ratespiel für Kinder heißt gar nicht so wie die inzwischen gleichnamige Tiersendung, sondern eigentlich „Die Montagsmaler“. Die sind schon ein Stück weit Fernsehgeschichte, aber dieses „Hund, Katze, Maus“, das die Spieler häufig als erstes ausriefen, wenn es was zu erraten gab, hat sich fest im Sprachgebrauch verankert.

Toll für kleine Gruppen, notfalls auch zu dritt

In der TV-Rate-Show wurde mit einem sogenannten Telestrator gemalt und auf den Bildschirm übertragen, aber es geht auch so: Dazu braucht ihr ein großes Blatt Papier, das ihr an die Wand hängt. Und einen dicken Filzstift. Man kann das aber auch am Tisch spielen, wenn alle freien Blick auf das haben, was gemalt wird. Wie bei „Stadt, Land, Fluss“ geht das Ratespiel in kleinster Runde auch zu dritt, also mit Eltern plus Kind. Wenn aber noch Geschwister dabei sind oder betreute Kinder einer weiteren Familie, wie das in vielen Bundesländern möglich ist, macht es mehr Spaß. In Minimalbesetzung gibt einer die Ratebegriffe vor, einer versucht sie zu malen und einer sie zu erraten. Ansonsten bildet man kleine Teams.

Wie sieht eine Gute-Nacht-Geschichte aus? Ganz einfach!

Geraten werden kann alles Mögliche. Wie schwer eine Aufgabe ist, wird sich im Laufe des Spiels zeigen und kann dann angepasst werden. Beispiel „Gute-Nacht-Geschichte“. Wer an der Reihe ist, der malt so schnell er kann etwa ein Bett, ein Buch, einen Mond. Sobald der erste Strich gezeichnet ist, kann schon geraten werden. Der Maler darf keine Hinweise geben und nur so lange „nein“ sagen, bis die „Gute-Nacht-Geschichte“ erraten wurde. Dann geht es weiter mit dem nächsten Zettel, bis die Zeit abgelaufen ist. Das können zum Beispiel 5 Minuten sein, einfach mal ausprobieren. Punkte gibt es sowohl für die Ratefüchse als auch für die Maler. Denn es kommt ja nicht nur darauf an, möglichst schnell zu raten, sondern auch möglichst so malen, dass man erkennt, welcher Begriff gesucht wird. Viel Spaß!