Kinderleicht Fahrradfahren lernen

Kinderleicht Fahrradfahren lernen

Am meisten Spaß macht immer das, was die Erwachsenen machen – und dazu gehört definitiv das Fahrradfahren. Wie zeigt man aber dem Nachwuchs am besten, wie man sich auf zwei Rädern fortbewegt? Hier ein paar nützliche Tipps für viel Freude mit dem Drahtesel.

  • Früh übt sich
    Aller Anfang ist schwer – aber nicht, wenn man vorher schon geübt hat. Kinder, die bereits früh auf Laufrädern oder Tretrollern unterwegs sind, haben es nachher auf dem Fahrrad leichter. Und das hat einen einfachen Grund: Sie trainieren bereits unterbewusst ihren Gleichgewichtssinn und können schon besser mit der Geschwindigkeit umgehen.
  • Den richtigen Zeitpunkt abwarten
    Kinder entwickeln sich unterschiedlich. Deshalb gibt es kein bestimmtes Alter, in dem man am besten mit dem Fahrradfahren beginnen sollte. Sobald Koordination und Gleichgewichtssinn gleichermaßen gut entwickelt sind, kann der Zweiradspaß starten – aber bitte nie unbeaufsichtigt. Wichtig: nicht drängen. Man kann Kids anbieten, ihnen das Fahren beizubringen, sie aber nicht dazu zwingen. Wäre ja auch nicht sinnvoll, den total überforderten Sprössling in den Straßenverkehr zu jagen. Keine Sorge: Spätestens wenn die Freunde sich aufs Rad schwingen, werden die Rufe nach Fahrunterricht laut werden.
  • Kindern die Angst vorm Fahrrad nehmen
    Es ist noch kein Meister vom Fahrrad gefallen. Wenn Kinder anfänglich Respekt vorm Fahrradfahren haben, ist das nicht unbedingt etwas Schlechtes. Selbstsicherheit bekommen sie, wenn man sie ermutigt und auch kleine Erfolge feiert – dann ist der Ansporn für die kommenden Trainingsstunden gewiss. Nicht übertreiben: stundenlanges Üben ist kontraproduktiv, denn dann verlieren die Kinder schnell den Spaß. Wenn es nach fünfzehn Minuten nicht hinhauen will, beendet man die Fahrstunde am besten für den Tag.
  • Immer einmal mehr aufstehen als hinfallen
    Fallen ist erst dann schlimm, wenn man nicht gleich wieder aufsteht. Je früher angehende Fahrradfahrer das lernen, desto besser. Und sie müssen diese Erfahrung machen. Darum als Elternteil nicht versuchen, jeden Sturz zu vermeiden. Ein paar Schrammen oder blaue Flecke gehören zum Lernprozess dazu und zeigen dem Kind, worauf es beim Fahrradfahren ankommt – und wo es aufpassen muss. Ein Helm ist natürlich Pflicht! Von Stützrädern hingegen raten Experten ab. Die vermitteln ein falsches Fahrgefühl, das sich nur schwer wieder abtrainieren lässt.
  • Das richtige Equipment entscheidet über den Erfolg mit
    Die Größe des Rads muss zum Kind passen. Im Klartext: Auf- und Absteigen darf kein Problem sein, beim Bremsen muss der kleine Fahrer die Füße schnell auf den Boden bekommen, und Sattel- und Lenkerhöhe müssen auf die Körpergröße abgestimmt sein. Wichtig: eine gerade Körperhaltung beim Fahren – der Kopf muss immer geradeaus auf die Straße gerichtet sein. Das fördert die Balance. Finger weg von zu großen oder kleinen Fahrrädern: die stehen dem Lernprozess im Weg, erhöhen das Sturzrisiko und behindern die Koordination auf der Straße.
  • Das Training muss passen
    Zum Fahrradfahren unbedingt auf verkehrsberuhigte Räume ausweichen (beispielsweise einen Supermarkt-Parkplatz am Sonntag). Hier kann das Bremsen, Kurvenfahren und Auf- und Absteigen üben. Experten empfehlen, den Kindern beim Anfahren lieber einen Schubs zu geben, als während der Fahrt das Fahrrad zu schieben oder zu stabilisieren. Das Kind muss selbstständig fahren lernen. Mit der Zeit kann man die Strecken verlängern und die Übungen anspruchsvoller gestalten: wie Bordsteinkanten anfahren, Achten üben usw. Und auch mal den Untergrund wechseln. Mal Wiese, mal Schotter, mal Asphalt – dann sind die Kids bestens vorbereitet auf den Straßenverkehr. Tipp: Sonntag abends einmal um den Block oder beim Spaziergang nebenherfahren, macht den angehenden Radlern mehr Spaß als nebenher zu laufen.

Mit viel Zuspruch und Übung bekommen Kids schnell ein gutes Gefühl fürs Fahrradfahren. Dann können auch mal mittlere Bike-Touren geplant werden. Immer an die Verpflegung denken: Für alles, was sonst noch mitzunehmen ist, gibt es hier tolle und alltagstaugliche Rucksäcke für kleine Biker – und welche, die es noch werden wollen.