Keime im Büro: Diese 8 Stellen besser meiden
Nicht nur beim Händedruck werden Viren, Bakterien und Pilze weitergegeben.

Keime im Büro: Diese 8 Stellen besser meiden

Zu Hause ist jeder für seinen eigenen Dreck verantwortlich. In öffentlichen und gemeinschaftlichen Räumen aber teilt man sich den Schmutz – und gibt ihn gerne weiter. Die Keimquellen in Hotels haben wir bereits hier begutachtet. Und nicht nur für diejenigen, die dann krank aus dem Urlaub zurück zur Arbeit kommen, zeigen wir jetzt mal die dreckigsten Stellen im Büro. Auch solche, an die man nicht gleich denkt.

Die Toilette

Okay, das liegt nahe – so nahe, dass sich laut einer Umfrage 17 Prozent aller Mitarbeiter am Arbeitsplatz nicht auf die Toilette trauen, weil die angeblich nicht sauber genug ist. Das wäre also beinahe jeder Fünfte. Jetzt wissen wir auch, warum – obwohl es ja immer weniger Raucher gibt – so viele Kollegen so oft vor die Tür müssen, nur um mal eben eine zu rauchen. Oder nehmen diese Vor-lauter-Angst-Verdrücker alle Weniger-müssen-müssen-Medikamente?

Der Wasserhahn

Diejenigen, die todesmutig trotzdem auf die Toilette gehen, haben zwar vielleicht bestimmte Techniken zur Verrichtung ihrer Notdurft entwickelt – da hätten wir hier auch ein paar Tipps – , aber dass der Wasserhahn dreckiger als die Klobrille ist, daran denken sie nicht. Denn was fasst man direkt nach dem Toilettengang an? Genau. Paradox: Je häufiger man sich die Hände wäscht, desto dreckiger wird der Hahn. Wir empfehlen: das verchromte und verkeimte Teil mit einem Papiertuch anfassen. Und die Türklinke am besten auch.

Der Kühlschrank

Gut, retten wir uns in die Küche, da muss doch alles sauber sein! Besonders der Kühlschrank lebt doch schon ziemlich lange – und jeden Tag ein bisschen mehr. War der Salat vor einer Woche nicht noch gut? So ein Joghurt hält doch mindestens zwei Monate länger als das Verfallsdatum! Aber sind Zitronen nicht eigentlich zitronengelb? Das grüne Teil da oben in der Eierablage ist doch viel zu groß für eine Limette! Na gut, dann halt nicht nur nicht die Hände waschen, sondern auch nichts im Kühlschrank lagern, wo sich die Erreger auf frische Lebensmittel ausbreiten.

Die Kaffeemaschine

Aber wenigstens einen Kaffee wird man wohl doch noch trinken dürfen – wenn die Maschine alle zwei Wochen mit Essigreiniger gesäubert wird. Denn laut einer Studie befindet sich in jeder zweiten Maschine und besonders in Büro-Vollautomaten das, was die Zitrone wie eine Limette aussehen lässt: Schimmel im Filter. Und wenn man den Hysterikern glaubt, sind Kaffeemaschinen stärker mit Keimen belastet als Toilettensitze und Türklinken. Heißt also: im Büro nicht aufs Klo, nicht die Hände waschen, den Kühlschrank nicht benutzen und keinen Kaffee trinken.

Die Tasse

Egal, Tee ist eh gesünder – und wenn man seine ganz persönliche Lieblingstasse hat, die von keinem anderen benutzt werden darf, kann doch wirklich nichts passieren! Warum man dann an der University of Arizona entdeckt hat, dass an 20 % der untersuchten Tassen Fäkalkeime sind, trotz Spülens mit heißem Wasser? Immerhin beruhigend für die kleinen Angestellten: Je höher die Rangordnung, desto mehr Keime in der Tasse. Die Forscher können dies nicht begründen (wir schon, wenn wir daran denken, wie manche Chefs mit ihren Sekretärinnen umspringen …), vermuten aber generell, dass die Tassen nur schlecht ausgefeudelt werden, anstatt in der Spülmaschine zu landen. Diese übrigens … Nein, die Kontaminierung von Spülmaschinen wollten wir jetzt nicht auch noch thematisieren.

Der Schreibtisch

Widmen wir uns stattdessen endlich der Arbeit im Büro! Prima, was außer den lästigen Unterlagen alles auf den Schreibtisch passt. Und da kann man sogar richtig essen – nicht nur vom Boden. Alles in allem führt das aber auch dazu, dass sich dort mit 10 Millionen Keimen ungefähr 400 Mal so viele befinden wie auf der Klobrille. Kein Klo, kein Hahn, kein Kühlschrank, kein Kaffee, kein Schreibtisch …

Die Tastatur

… und erst recht keine Tastatur! Das sind die Keimmagneten schlechthin: Krümel, Schweiß, Hautschuppen, Fingernägel – alles hoffentlich nur die eigenen. Denn es gibt ja auch Büros mit Wanderarbeitsplätzen, wo man mal hier, mal dort seine Spuren hinterlässt … Also am besten das Teil mal umdrehen und ausschütteln. Vielleicht kommen so noch Reste eines Care-Pakets zum Vorschein, das kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verteilt wurde. Und ansonsten: vielleicht hin und wieder mal ein Desinfektionstuch einsetzen.

Der Kopierer

Wenn man im Büro nicht aufs Klo kann, sich nicht die Hände waschen darf, den Kühlschrank besser nicht benutzt, auf Kaffee verzichtet, den Schreibtisch und die Tastatur meidet – was bleibt denn dann noch zu tun? Na, eine der wichtigsten, wenn auch niedrigsten Tätigkeiten: Kopieren! Doch oweh: Durch die Wärme verbreiten sich Bakterien, auf dem Touchpad tummeln sich die Keime – und was ist eigentlich, wenn mal wieder jemand seinen Hintern kopiert hat? Macht man das heutzutage noch? Etwa mehr als im Büro aufs Klo zu gehen? Wir bleiben ratlos zurück – und lieber erst einmal zu Hause …