Immer willig, niemals müde
Haushaltsroboter sind längst aus vielen Familien nicht mehr wegzudenken.

Immer willig, niemals müde

Sie saugen Staub oder wischen den Boden, mähen den Rasen oder reinigen den Pool: Haushaltsroboter. Die kleinen Helfer unterstützen bei immer mehr Arbeiten – aber erledigen sie die auch zuverlässig?

R2-D2 für zu Hause

Sie haben es aus Science-Fiction-Filmen in den Haushalt geschafft: Mit ähnlicher Technik wie unbemannte Fluggeräte oder Minenräum-Roboter ausgestattet, übernehmen Haushaltsroboter ungeliebte, zeitfressende Aufgaben, während man selbst einkaufen geht oder auf dem Sofa liegt.

Die Industrie freut das: Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau hat die Robotik- und Automationsbranche im Jahr 2019 mit gut fünfzehn Milliarden Euro wieder in Folge ein neues Rekordergebnis erzielt. Allein das Kaufinteresse bei Staubsaugerrobotern hat sich während der letzten fünf Jahre mehr als verdoppelt. Kein anderer Haushaltshelfer verkauft sich besser.

Darauf muss man bei Saugrobotern achten

Mittlerweile sind die Modelle ziemlich erschwinglich geworden. Einige gibt es schon ab 100 Euro. Für bessere Qualität sollte man allerdings mindestens 400 Euro einplanen. Ansonsten unbedingt darauf achten, dass die Apparate geräuscharm laufen, wenig Energie verbrauchen und Abmessungen von Räumen selbstständig erfassen können – denn dann können die Maschinen arbeiten, während man selbst nicht im Haus ist.

Damit Saugroboter optimal funktionieren, sind vor allem freie Flächen wichtig. Herumliegendes Spielzeug oder achtlos abgestellte Sporttaschen werden ihnen häufig zum Verhängnis. Und auch hochflorige Teppiche, Absätze oder Kanten lassen die Sauger an ihre Grenzen stoßen – Treppenabsätze erkennen aber die meisten.

Bei welchen Dienstleistungen es noch hapert

Traurig aber wahr: Bei starken Verschmutzungen muss man immer noch selbst tätig werden. Saugroboter und ihre Artgenossen werden mit zu viel Dreck nicht alleine fertig. Vor allem die Leistung von Geräten, die Staub oder den Boden wischen, lässt oftmals zu wünschen übrig: Da sich der Lappen während des Putzvorgangs nicht selbstständig reinigt und der Wasservorrat zu begrenzt ist, wird aus der bequemen Reinigung schnell eine schmierige Angelegenheit. Das ist nicht nur unhygienisch, sondern beschränkt auch die Putzleistung auf nur kleine und leicht verschmutzte Flächen.

Wer einen Fensterputzroboter besitzt, kennt derartiges Leid: Die verschmieren den Dreck mehr auf der Scheibe als ihn zu entfernen, kommen nicht in die Ecken – und ohne Aufsicht arbeiten sie schon gar nicht zufriedenstellend. Die Zeitersparnis ist damit gleich Null, laut sind sie meist obendrein.

Viel mehr als eine Haushaltshilfe

Weitaus cleverer und sinnvoller sind die Maschinen, die mittlerweile schon vor allem in Japan zur Unterstützung Älterer im Einsatz sind. Sie helfen beim Aufstehen, Gehen und Heben, überwachen die Einnahme von Medikamenten und sichern die Kommunikation mit Angehörigen oder medizinischem Personal. Auf verschiedene Arten gleichen diese Pflegeroboter so das Fehlen von ca. 400.000 Pflegekräften aus. In Südkorea begegnen einem überall Service- und Inforoboter auf Flughäfen oder in Einkaufs-Malls. Sie wissen den Weg, haben Tipps für Touristen in deren Landessprache oder sie weisen auf bestimmte Verhaltensregeln hin. Allen gemeinsam, vom Saugroboter bis zum automatischen Gepäckboten, ist, sie alle sind immer arbeitswillig und nie schlecht gelaunt.