Guck mal, was da blüht!
Im Frühling lädt jede Wiese zum Suchen und Entdecken ein.

Guck mal, was da blüht!

Wer die Möglichkeit hat, in diesen Tagen mit seinen Kindern ein bisschen rauszugehen, kann viel sehen – und zeigen. Vielleicht ist ja eine Wiese in der Nähe der Wohnung? Besser noch eine Streuobstwiese? Denn da beginnt jetzt das große Blühen. Ende März, Anfang April geht es mit der Apfelblüte los. Vollfrühling nennen das Experten.

Überhaupt tut sich draußen jetzt eine Menge, das hört man schon am Vogelkonzert von Amsel, Rotkehlchen, Hausrotschwanz oder Zilpzalp. Und auch die Schwalben kehren langsam zurück. Auf manchen Rasenflächen breitet sich das Wiesenschaumkraut zartrosa aus, am Bachufer blühen die Sumpfdotterblumen in sattem Gelb. Und im Wald legt der Bärlauch los. Das kann man an manchen Stellen deutlich riechen.

Aber zurück zum Begriff Frühling, den Experten in drei Phasen teilen. Ungefähr mit dem meteorologischen (1. März) hat der Vorfrühling begonnen – der kalendarische ist ja erst am 21. März losgegangen. Schneeglöckchen, Haselnüsse und Weidenkätzchen waren die ersten Boten. Der sogenannte Erstfrühling zeigt sich, wenn allerlei Bäume und andere Pflanzen blühen. Und der Vollfrühling ist da, wenn die die Apfelbäume blühen, gefolgt von Birnen-, Kirsch-, Pflaumen- und anderen Obstbäumen.

Die Natur hat es so vorgesehen, dass von unten nach oben geblüht wird. Logisch: Wenn die Bäume noch kein Laub tragen, bekommen die Pflanzen am Boden mehr Licht. Es folgen die Sträucher und dann die Bäume. Auch den Tulpen kann man schon munter beim Erblühen zuschauen – lange nachdem sie die ersten Frühlingsboten im Supermarkt waren. Nicht nur mit ihnen, sondern mit allen möglichen Sträußen und Sträuchern kann man sich den Frühling auch ins Haus holen.