Freudensprünge in Trampolinhallen
Trampolinspringen macht gute Laune – und fit.

Freudensprünge in Trampolinhallen

Sie heißen „Jump House“, „Sprungbude“ oder „Indoor Trampolinpark“: Das Hüpfen in Trampolinhallen hat Hochsaison – gerade bei schlechtem Herbstwetter. Kein Wunder, denn Trampolinspringen macht gute Laune – und fit: Rund 1.000 Kalorien verbrennt der Körper dank der hüpfenden Bewegungen in der Stunde. Damit platziert sich die Fun-Sportart ganz weit oben, wenn es um Kalorienverbrauch geht. Nur Tauchen soll laut Aussage eines Hallenbetreibers noch mehr beim Abnehmen helfen. Kein Wunder, schließlich spricht der Trampolin-Sport ungefähr 400 unserer 600 Muskeln an. Wer viel übt, kann also zum richtigen Kraftpaket werden. Darum stehen auch in vielen Mucki-Buden mittlerweile sogenannte Fitness-Trampolins. Die haben eine Halterung, die am Trampolin befestigt ist (ähnlich der eines Fahrradlenkers), damit man beim Jumping-Fitness-Kurs nicht so leicht die Balance verliert und nicht allzu hoch springt. Mit den hier beschriebenen Trampolinhallen hat das allerdings nicht sehr viel zu tun. Hier werden eher Spiele wie Dodge Ball oder Basketball angeboten – immer auf federndem Untergrund, versteht sich. Das findet dann in gesonderten Bereichen statt. Es steht einem natürlich auch frei, ganz ohne Ball zu hüpfen – und mit ein wenig Übung klappt es bald sicher auch mit den ersten Pirouetten und Saltos.

Vorab informieren hilft

So viel Spaß dabei auch rumkommen mag – man sollte beim lockeren Springen natürlich auch ein bisschen Vorsicht walten lassen und immer auf seine Umgebung achten. Besonders Kinder können die Risiken des Sports anfangs oft nicht einschätzen. Es hat ja nicht jeder bereits ein Trampolin in seinem Garten stehen. Ohnehin schadet es sicher nicht, sich vor dem Besuch auf der Seite des Betreibers über Altersbeschränkungen und wichtige Vorschriften zu informieren. In der Halle kann man mit den Kleinen die erste halbe Stunde zusammen einmal die Wirkung und Federung der Trampoline kennenlernen. Dann steht dem Herbst-Spaß nichts mehr im Wege.

Was kann denn jetzt den Spaß noch bremsen?

Ums kurz zu machen: ein paar Kinderchirurgen aus Tübingen. Die Experten beklagen vor allem eine Häufung von komplizierten Knochenbrüchen an Ellenbogen und Unterschenkeln, seit viele Kinder ein Trampolin ihr Eigen nennen. Auch die Wirbelsäule gelte als gefährdeter Bereich. Ein paar Sicherheitsmaßnahmen seien daher unbedingt zu beachten. Ein Trampolin sollte nie springend verlassen werden. Die Wucht des Sprungs muss zuerst abgefedert werden und das Trampolin dann mit Vorsicht und ohne Schwung verlassen werden. Schuhe sind auf dem unbefestigten Untergrund ein No-Go. Man will ja nicht unbedingt umknicken oder jemand anderem seine besohlten Füße ins Gesicht katapultieren – sofern man überhaupt zu zweit auf einem Trampolin springt. Denn das birgt Risiken wie zusammenzustoßen oder sich gegenseitig vom Trampolin zu schleudern.

Ein Erwachsener sollte kleine Springer grundsätzlich beaufsichtigen – und auf eine Sicherheitseinweisung von Seiten der Sprunghalle bestehen. Wobei die bei ernstzunehmenden Anbietern obligatorisch sein dürfte. Dann steht dem lockeren Spaß auch nichts mehr im Wege – und der Herbst kann so richtig aktiv gestaltet werden.