Der Meerjungfrauen-Look
Haare, Kurven und Exotik: Der Meerjungfrauen-Look schwappt in die City.

Der Meerjungfrauen-Look

Einmal wie Arielle die Meerjungfrau sein: der Traum vieler kleiner Mädchen schwappt manchmal ins Erwachsenenalter rüber. Unantastbar, fabelhaft, einfach nicht von dieser Welt. Eben so zu sein wie jene Disney-Nixe. Den Unterschied macht ja eigentlich nur die Schwanzflosse. Ein Traum, den seit geraumer Zeit auch nicht mehr ganz so kleine Mädchen ausleben können – und aus dem sich Profit schlagen lässt.

Als kaufkräftige Nixe mittleren Alters landet man da nämlich schnell im Fokus einiger profitorientierter Spaßbäder. Die haben eine Marktlücke entdeckt und bieten Mermaid Workouts und Workshops an – kein Witz. So kann man mit Gleichgesinnten fast schwerelos durchs Wasser gleiten und sich wie im Märchen fühlen. Einmal Meerjungfrau sein. Die Erinnerungsfotos für den Wandschrank daheim sind im Paket selbstverständlich inbegriffen. Traumhaft schön, aber eben nur im Schwimmbad möglich. Oder wenn man in Florida als Vollzeit-Meerjungfrau arbeitet. Da Otto-Normal-Nixe aber nicht immer die Zeit hat, grazil durchs Wasser zu gleiten, kriecht der Mermaid-Hype jetzt an Land. Rette sich wer kann.

Fischschuppen an Beinkleidern und anderswo

Dass so eine Monoflosse auf dem Trockenen ein bisschen umständlich sein könnte, müssen wir hier nicht thematisieren. Wunsch-Nixen müssen trotzdem nicht auf den abgefahrenen Style verzichten. Gibt ja immerhin Mermaid Tights. Leggings mit Schuppenmuster. Endlich was, das man zum Fish Gape tragen kann. Für alle, denen das nichts sagt: Das Fish Gape ist die überfällige Ablösung des Duck Face – und nicht unbedingt eine elegantere Variante. Aber zurück zu den Leggings: die gibt’s mit puristischen Applikationen oder auch mit auffälligem Allover-Print. Der Eyecatcher schlechthin. Da bleiben keine Wünsche mehr offen. Doch: „Unter dem Meer“ in voller Lautstärke hören.

Um den Look perfekt abzurunden, fehlt nur noch die richtige Frisur: Schillernde Blau-, Lila- und Grüntöne machen sich super, mit prächtigen Locken, die an Wellen erinnern. Schaut frisch gemacht bestimmt toll aus. Bis sich die Farbe und die Locken verabschieden. Also liebe Meerjungfrauen: Salz- und Chlorwasser lieber meiden. Das greift die Haarstruktur nur unnötig an. Nach den ersten paar Tagen sind dann Mützen angesagt. So eine aufwändige Frisur ist halt nichts für jeden Tag. Wem das jetzt zu viel Drama ist, aber trotzdem nicht auf ein paar nette Schüppchen verzichten möchte, kann sich hiervon begeistern lassen.

Alle Männer, die das hier mit einem Kopfschütteln lesen, bitte nicht wundern: it’s a girl thing. Und immerhin sollen auch schon Möchtegern-Klitschkos mit Bierbauch beim Stand-up-Paddling (noch so ein Wassersport-Trend) gesichtet worden sein – alberne Momente inbegriffen. Da brauchen sich die Badenixen nicht zu verstecken. Und so schließt sich der Kreis der Peinlichkeiten im kühlen Nass. Damit genug von unserem kleinen Wellenritt – wobei, wann läuft eigentlich Arielle das nächste Mal im Fernsehen?