Der große Fahrrad-Check
Gut fürs Büro, macht sich aber auch in der Werkstatt nicht schlecht: die Cambridge Aktenmappe von Leonhard Heyden

Der große Fahrrad-Check

Derzeit schwingen sich viele aufs Fahrrad, die dies lange Zeit nicht getan haben. Umso wichtiger ist es, das Rad, das den vielleicht lange Zeit ungenutzt in der Garage oder im Keller stand, einem kleinen Sicherheitscheck zu unterziehen. Auf diese Punkte ist besonders zu achten.

Bremsen

Erst einmal unterwegs ohne funktionierende Bremsen, ist es zu spät für die Wartung. Vor der ersten Runde daher bitte: überprüfen! Sie sollten bei Betätigung im Stand gut greifen und die Bremszüge keine Beschädigungen aufweisen. Ebenfalls dürfen die Bremsbeläge nicht zu hart oder gar abgefahren sein – im Zweifel ersetzen.

Schaltung und Kette

Auch die Schaltzüge müssen intakt sowie das Schaltwerk noch richtig eingestellt sein. Eine Kette, die ständig rausspringt, sorgt ebenso wenig für Fahrspaß wie Gänge, die nicht geschalten werden können. Spätestens wenn sich der niedrige Gang vor dem Berg nicht direkt schalten lässt, man absteigen und schieben muss, weiß man die kurze Vorbereitung zu schätzen.

Der Saisonauftakt dient überdies Vielfahrern für einen Kettenwechsel – alle 3.000 bis 6.000 km nötig –, um die Kettenräder und Ritzel nicht zu sehr abzunutzen.

Luft

Über die Zeit entweicht immer etwas Luft aus den Radschläuchen. Um die Felgen nicht zu beschädigen, empfiehlt sich nach der langen Standzeit der Griff zur Luftpumpe beziehungsweise der Weg zur nächsten Tankstelle. Der Reifen sollte zudem noch genügend Profil aufweisen.

Sehen…

Auch im Frühjahr und Frühsommer wird es abends dunkel. Nicht nur darum benötigt ein Fahrrad eine funktionierende Beleuchtung, also Vorder- und Rückleuchten. Häufige Gründe, warum das Licht nicht mehr funktioniert, sind abgerissene Kabel oder defekte Leuchtmittel.

…und gesehen werden

Neben der Beleuchtung sollten auch die nötigen Reflektoren – Vorder-, Rück- sowie zwei Speichenreflektoren oder Reflektorstreifen – vollständig vorhanden und sauber sein. Selbstverständlich gehört zu einem verkehrssicheren Fahrrad eine ausreichend laute Klingel.

Sattelhöhe richtig einstellen

Sicheres Fahren ist nur möglich, wenn das Rad auf die Größe des Fahrers eingestellt ist. Und da Kinder auch im Winter wachsen, muss der Sattel nach der langen Standzeit angepasst werden. Wenn sie auf dem Rad sitzen, sollten Grundschüler mit beiden Fußspitzen gleichzeitig den Boden erreichen können. Für ältere Kinder und Erwachsene hilft die einfache, aber bekannte Methode: aufs Fahrrad setzen, Ferse auf das Pedal, kurbeln bis das Bein senkrecht nach unten zeigt. In dieser Position sollte das Bein völlig durchgedrückt sein. Ist dem nicht so, entsprechend den Sattel erhöhen.

Regelmäßige Wartung

Nicht nur nach einer langen Winterpause braucht das Rad etwas Aufmerksamkeit. Wer nicht selbst Hand anlegen will oder kann, sollte es zumindest einmal im Jahr in die Fachwerkstatt bringen. Mit einem sicheren, funktionierenden Fahrrad macht das Fahren einfach mehr Spaß – und man verbringt mehr Zeit auf der Strecke als in der Werkstatt.