Schulstress bei Teenagern
Angesagt und stylish: iKON „Blue Pink“.

Schulstress bei Teenagern

Warum müssen Zwölfjährige schon perfekt sein?

Viele Kinder und Jugendliche leiden mit jedem neuen Schuljahr unter noch mehr Stunden, noch mehr Hausaufgaben, noch mehr Schulstoff. Der Druck auf die Schüler heutzutage wächst und wächst. Aber: Nicht nur die Schule, sondern auch die Eltern stressen die Schüler (die aber nebenbei eigentlich auch noch Kinder sein sollen) von Jahr zu Jahr mehr.

Ich konnte selbst miterleben, wie sich die Situation über die Jahre hinweg geändert hat. Bei mir wurde der Schulranzen schon ab der 5. Klasse immer schwerer, mein Scout musste einem größeren Rucksackmodell weichen. Allerdings kam da der Druck nur von Seiten der Schule, die noch nicht ganz beschlossen hatte, ob das umstrittene „G9“ angewandt und das erste Mal in unserer Jahrgangsstufe ausprobiert werden sollte oder eben nicht.

Ein Jahr schneller mit der Schule fertig. „Cool“, dachte ich mir. Allerdings nicht sehr lange. Meine Eltern waren da noch sehr entspannt. Frei nach dem Motto „die Schule wird’s schon richten“. Aber meine Hobbys wurden immer weniger – und schon in der 6. Klasse saß ich abends bis 21 Uhr an den Vokabeln und Hausaufgaben … Soweit meine Erinnerungen.

Wenn ich bei meiner kleinen Schwester Jule mitbekomme, wie das heute läuft, bekomme ich einen Ausschlag. Wobei: So klein ist sie gar nicht mehr! Sie ist nun schon 12. Verrückt, wie die Zeit vergeht. War sie doch, seit ich 11 war, mein Hobby und mein Leben. Wir waren unzertrennlich und haben jede freie Minute miteinander verbracht. Ich ging ganz in meiner Rolle auf. Die große Schwester eben. Jetzt steht da eine pubertierende, sensible junge Frau vor mir. Ellenlange Haare und nichts als Pferde im Kopf. Naja, und natürlich … Schule. Gezwungenermaßen.

Anders als ich war sie immer einer der besten Schüler. Alles fiel ihr leicht. Schwierigkeiten gab und gibt es auch heute noch nur bei Geometrie. Mit Flächen und Formen kann man sie jagen. Sobald der Lehrstoff angekündigt wird, bekommt meine Kleine Stress. Sie setzt sich unter Druck, bildet sich ein, nicht zu wissen, wie man die Fläche eines Dreiecks berechnet und fängt schon bald an zu weinen.

Da frage ich mich: „Muss das denn sein?“ Wie groß muss der Druck auf ein Kind sein? Müssen Kinder denn immer 100 % geben? Muss ein Kind immer „funktionieren“? Ein wundervoller Satz von unserem langjährigen Kinderarzt, der meiner Mama vor einigen Jahren einiges an Unsicherheit nahm, wird mir wohl ewig im Bewusstsein bleiben: „Schule wird überbewertet.“ Und genau das sollten viele Eltern ein wenig im Hinterkopf behalten. Sich nicht so sehr hineinzusteigern. Eine schlechte Note einfach mal zu übersehen und nicht alles ganz so ernst zu nehmen.

Wie ich hat auch Jule einen Schulranzen bekommen, als kleines Geschenk, als sie in die weiterführende Schule kam. Sie suchte sich aus, was angesagt war und eben modern ist. Schon bald auch hier wieder das Problem: Der Rucksack war zwar cool, aber eben zu klein. Jetzt musste das Ding weichen.

Jule hat sich gefreut und sich für die anstehende 7. Klasse einen Rucksack von iKON aussuchen dürfen. Der ist nicht nur angesagt und modern, sondern auch groß genug, um sämtliche Geometrie-Utensilien mitschleppen zu können. Inklusive Büchern, Heften, einem Elefanten und dem Pausenbrot. Und trotzdem noch gesund für Rücken und Schultern, denn die 100 Dinge verteilen sich durch die vielen Fächer gleichmäßig im Rucksack. Da lässt es sich in einigen Tagen gleich viel leichter in die neue Jahrgangsstufe starten. Ein bisschen Ablenkung auf das bevorstehende Jahr, in dem sie sich hoffentlich nicht ganz so sehr stressen muss wie im letzten. Und ein weiteres Jahr, indem eine 4 nicht tragisch ist, sondern eben mal passiert.