20 Dinge, die dein Kind vor der Einschulung können sollte
Danke an Julia vom Blog mamaschreibt-neliste.com für den tollen Artikel und die Collage!

20 Dinge, die dein Kind vor der Einschulung können sollte

Ich neige als Mama häufig dazu, meinen Kindern kleine Tätigkeiten abzunehmen. Doch laut Rosenberg („gewaltfreie Kommunikation“) ist das nicht sinnvoll, denn so nehme ich ihnen auch die Eigenverantwortung für gewisse Dinge ab. Kurz vor der Einschulung unseres Sohnes haben wir ihm es also selbst überlassen, was er anziehen möchte; er legte sich die Klamotten raus und zog sich selbstständig an. Das sah, wie du es dir vorstellen kannst, in der Kombination nicht immer gut aus. Aber er war stolz, er hatte was an, alle waren gleichermaßen zufrieden.

Doch im Spielplatz-Plausch mit anderen Müttern wurde mir schnell klar, dass er für die bevorstehende Einschulung noch mehr wissen und können sollte, um nicht nur mitzuhalten, sondern um nicht allzu hilflos zu sein. Deshalb stellte ich mir die folgenden 20 Fragen und arbeitete mit ihm über den kompletten Sommer daran. Stück für Stück und komplett ohne Druck. So entstand eine Liste von 20 kleinen Dingen, die ein Kind spätestens in den Sommerferien vor der Einschulung erlernen sollte. Los geht’s:

„Ich werde selbstständig!“ – die Selbstständigkeits-Checkliste

1. Kann dein Kind sich schon allein an- und ausziehen?

Anfangs war ich noch etwas verwirrt, warum denn nun die T-Shirts den Platz mit den Schlafanzügen gewechselt hatten und auch die Sockenschublade wurde wohl mit den Unterhemden vertauscht. Da wurde ich schon kurz etwas ärgerlich, doch dann zuckte mein Sohn mit den Achseln und sagte stumpf „ist einfach besser so“. Viele Kinderzimmer sind wahnsinnig schick eingerichtet, für das erwachsene Auge praktisch und ebenso organisiert. Allerdings habe ich festgestellt, dass meine Kinder sich gerne selbst Orte für bestimmte Spielsachen aussuchten und auch die Ordnung im Kleiderschrank bestimmen wollten, damit sie sich eigenständig anziehen konnten. Die Limmaland Aufkleber nutzen wir, um gemeinsam die neue Ordnung festzuhalten – ein toller Kompromiss zwischen Mutter und Sohn, selbstständig, organisiert und stylisch. Wir haben ebenso eine Vereinbarung getroffen, dass schmutzige Wäsche auf links gedreht direkt im Wäschekorb landet – auf links sind die Kleidungsstücke sowieso immer gedreht, wenn ich ehrlich bin 😊

2. Kann dein Kind seine Schuhe selbst anziehen/binden?

Gerade beim Sportunterricht oder vielleicht beim Wechsel vom Unterricht zur Hofpause ist es wichtig, dass nicht nur die Jacke eigenständig angezogen werden kann, sondern auch die Schuhe. Zum Üben haben wir ein paar Hilfsmittel genutzt. Zum einen einen Holzschuh, zum anderen haben wir Hallenschuhe mit Klettverschluss gekauft (falls er dann doch zu aufgeregt ist und länger braucht) und später Sportschuhe, bei denen wir die Schnürsenkel in Hickies gewechselt haben. Es gibt aber auch witzige Videos zum Schnürsenkelbinden:


3. Kann dein Kind bestimmte Tätigkeiten allein?

Es fiel mir anfangs auch schwer, aber irgendwie habe ich es geschafft, mir auf die Lippen zu beißen und zu akzeptieren, dass es an an der Zeit ist für: „Ich kann das alleine.“ – Mit diesem Satz stieg sein eigenes Selbstvertrauen, seine Stellung in der Familie und auch seine Eigenständigkeit. Kurz darauf war er sogar bereit und wollte allein Brötchen beim Bäcker kaufen gehen. Ich finde, dass man Schritt für Schritt Angebote im Alltag schaffen sollte, um dem Kind zu zeigen, dass man ihm vertraut und es die jeweilige Aufgabe bewältigen kann. In der Schule ist es ja nichts anderes: Wenn die Lehrerin plötzlich verlangt, dass man Tafeldienst hat, dann muss man der Aufgabe gewachsen sein.

4. Kann dein Kind seine eigenen Sachen gut wiedererkennen?

Ich habe in den Umkleideräumen damals in der Kita noch so eine beinahe traumatische Szene im Kopf, das muss ich einfach erzählen. Welch ein Gewusel, es war 15 Uhr und ich wollte meine Tochter abholen, plötzlich wurde es ganz laut und ca. 50 Kinder tobten um mich herum. Der eine schrie nach seiner Jacke, die andere suchte verzweifelt ihren zweiten Schuh, ich wollte da nur noch schnell raus, bemerkte aber am Ausgang, dass ich die Jacke einer anderen in den Händen hielt. Oops. Damit meinem Sohn das nicht passiert, haben wir immer acht darauf gegeben, die Kleidungsstücke entsprechend zu kennzeichnen. Das mache ich seit Jahren mit den Kleidungsetiketten von gutmarkiert. Da dort allerdings immer sein Name und nun auch die Klasse draufsteht, klebe ich die Etiketten ins Innere der Kleidungsstücke.

5. Kann dein Kind mit Besteck essen?

Soll dein Kind zukünftig in der Nachmittagsbetreuung mitessen? Mir war es wichtig, dass meine Kinder ordentlich mit Messer und Gabel essen können, was sie dann tatsächlich in der Schule machen, kann ich nur erahnen, aber die Grundregeln wollte ich ihnen doch mitgeben. Ich stamme aus einer Militärsfamilie, da mussten wir uns benehmen und wussten auch schnell wie, das wollte ich in einem kleineren, nicht ganz so strengen Umfang auch weiterreichen, also nahm ich mir vor, folgende Regeln bei uns einzuführen. Die wichtigsten Tischregeln für zuhause und für die Schule sind meiner Meinung nach diese:

  • Vor dem Essen werden definitiv die Hände gewaschen, 30 Sekunden lang (Merksatz: so lang wie man 2 x Happy Birthday singt)
  • Keiner fängt vor dem anderen an zu essen, wir beginnen gemeinsam
  • Wir essen nicht mit den Fingern, kauen nicht mit offenem Mund und schmatzen auch nicht
  • Um die Speisen auf die Gabel zu schieben, wird das Messer benutzt – nicht der Daumen
  • Wir benehmen uns am Tisch und sprechen, wenn überhaupt, nur über allgemeinere Themen

6. Findet dein Kind sich an bestimmten Orten zurecht?

Der Orientierungssinn ist wichtig, denn die Schulen sind manchmal verwinkelt, auch die Gänge können sich gewissermaßen ähneln. Wir haben das Thema Ortskunde in den Ferien geübt. Was ist der schnellste Weg zur Schule? Welcher Weg ist jedoch der sicherste? Beide Wege haben wir analysiert, haben uns prägnante Dinge wie Läden, bestimmte Bäume oder Gegenstände (Statuen) angeschaut und zuhause versucht, diese in der richtigen Reihenfolge zu malen. Das hat echt so gut funktioniert, dass er theoretisch ab dem ersten Schultag hätte allein zur Schule gehen können. Diese Ortsanalyse haben wir zuhause für das Schulgebäude auch gemacht, sprich er sollte mir sagen, wo die Bücherei ist, wie er auf den Schulhof kommt etc. Nebenbei macht es auch enorm Spaß.

7. Hat dein Kind eine gute Körperkontrolle?

Da dachte man doch glatt, dass man mit dem Trockenwerden das Thema Toilette abgehakt hat. Pustekuchen. Wann geht man am besten auf die Toilette? Und wie? Wir gingen also ein paar Regeln durch: Wir fassen nichts an, was nicht angefasst werden muss, wir achten auf die Sauberkeit, wir gehen auf Toilette, wenn es zur Hofpause läutet, wir wischen ordentlich ab, spülen und waschen uns anschließend die Hände. Sollte mein Sohn doch mal innerhalb einer Unterrichtsstunde auf Toilette müssen, soll er sich bitte ruhig melden und warten, bis ihm die Erlaubnis erteilt wurde.

8. Kann dein Kind seinen Ranzen eigenständig aus- und einräumen?

In den Sommerferien hat mein Sohn ständig Schule gespielt. Die Ordner und Hefter wurden in den Ranzen geräumt, der Ranzen wurde dann zugeschnürt und anschließend verschlossen. Hofpause hat er natürlich auch gespielt und daraufhin die Lunchbox und die Trinkflasche ein- und ausgeräumt. Das hat so gut funktioniert, dass ich mir sicher sein konnte, dass er mit seinem Schulrucksack super umgehen kann. Ich habe, das muss ich dazu sagen, beim Kauf seines DerDieDas Ranzens auch genau auf diesen Aspekt geachtet: Denn wenn er den Ranzen nicht hätte bedienen können, hätte er im Unterricht seine Hefte nicht eigenständig einräumen, geschweige denn auf Ausflügen den Rucksack entsprechend umbinden können. Dafür habe ich eine Kauf-Checkliste zusammen geschrieben, die mir bei der Auswahl geholfen hat.

9. Kann dein Kind für eine gewisse Zeit von seiner Familie getrennt sein?

Meistens sind die Kinder von 07:30 Uhr bis zum Schulschluss oder sogar bis zur Nachmittagsbetreuung in der Schule und somit getrennt von ihrer Familie. Einige kennen das schon aus der Kindergartenzeit, manche aber vielleicht nicht. Es ist völlig normal, wenn sich Kinder zu bestimmten Zeiten und Phasen etwas ängstlicher verhalten. Gerade beim Wechsel von der Krippe, zur Kita, von der Kita zur Schule usw. Trennungsängste sind normal. Sollte aber ein aggressives Verhalten entstehen, dann sollte man sich nochmal mit seinem Kinderarzt besprechen. Ich hatte Glück, meine Kinder kennen das beide. Falls aber nicht, kann man die Trennungszeit durchaus mit Freunden, Familienmitgliedern o. ä. Stück für Stück trainieren.

„Ich bin freundlich!“ – die Checkliste für gutes Sozialverhalten

10. Kann dein Kind für einen gewissen Zeitraum aufmerksam zuhören?

Das fängt eigentlich schon beim Vorlesen zuhause an. Mein Sohn hat mit 3 Jahren nicht zugehört, ab 4 Jahren jedoch schien er endlich so richtig in der Welt der Bücher angekommen zu sein. Ab diesem Zeitpunkt hat es so viel Spaß gemacht, ihm ganze Kapitel oder Bücher vorzulesen, denn er hörte einfach zu und stellte sogar Fragen. Das kann man hervorragend mit einem kleinen Interview üben. Jeden Abend beim Kuscheln frage ich ihn beispielsweise, was das Schönste an seinem heutigen Tag war, dann höre ich gespannt bis zum Ende seiner Erzählung zu und beantworte anschließend die gleiche Frage. So lernen wir, abwechselnd zu sprechen und bis zum Schluss zuzuhören. (Kleiner Tipp: Je älter er wurde, desto länger wurden die Lesezeiten.)

11. Kann dein Kind sich klar ausdrücken?

Ist dein Kind häufig wütend und kann seinen Kummer nicht in Worte fassen? Sucht dein Kind häufig Kuscheleinheiten, weil es derzeit sehr emotional und sensibel ist? Mein Sohn hatte diverse emotionale Phasen. Es gibt so viele tolle Bücher und Audio-Hörbücher für die Entwicklung der Emotionen. Wir haben uns für Bücher mit Streithammeln entschieden, wohin mit der Wut etc. Wichtig ist das tatsächlich – auch bei schüchternen Kindern – dass sie lernen, ihre Bedürfnisse mindestens der Freundin oder der Lehrerin gegenüber äußern zu können.

12. Kommt dein Kind in einer Gruppe gut zurecht?

Das Sozialverhalten der Kinder ist enorm wichtig. Kann dein Kind sich zurücknehmen, wenn ein anderes Kind spricht oder gerade eine Frage beantwortet, zu der dein Kind die Antwort auch kennt? Wir haben das zuhause trainiert, wir haben Spiele gespielt, Rederegeln eingeführt und die Kinder in bestimmten Sportvereinen eingeschrieben. Durch die Sportarten konnten sie sich nicht nur bewegen und auslasten, sie hatten meiner Meinung nach auch die Option, an ihrem Sozialverhalten zu feilen. Beispielsweise fällt es Kindern beim Ballspielen auf, wenn ein Kind weniger häufig an den Ball kommt, so wird ihm der Ball aus Mitleid oder Teamgeist zugespielt. Hält man den Nachbarn vielleicht auch die Tür auf, so zeigt man vorbildhaft, wie Solidarität und Sozialverhalten aussehen könnte. Wie sagte meine Mutter damals schon „wie es in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus“ – möchte man gut behandelt werden, so sollte man seine Mitmenschen ebenfalls gut behandeln.

13. Kann dein Kind seine Emotionen kontrollieren?

Irgendwie gehört auch diese Frage teilweise zum allgemeinen Gruppenverhalten. Allerdings ist es auch hier wichtig, dass die Kinder ab dem Kita-Alter lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen und diese auch zu gewissen Zeiten zu kontrollieren. Zuhause dürfen und sollen meine Kinder alles rauslassen, Frust, Ärger, Enttäuschung etc. Es sind meist die negativen Gefühle, die man mit sich herumträgt. Den Freiraum gebe ich meinen Kindern zuhause, wir besprechen den Alltag ebenfalls, diskutieren Reaktionen und die Verhaltensregeln im Unterricht. Ich muss sagen, dass wir durch die abendlichen offenen Gespräche täglich mit einem reinen Gefühlskonto begonnen haben. Ihm ist dadurch bewusst geworden, dass er in der Schule das Wissen und die Freude aufsaugen kann und soll, dabei die restlichen Emotionen keineswegs verdrängen, sondern vielmehr verlagern kann.

14. Kann dein Kind sich an Regeln halten?

Wir haben von Anfang an immer nach den echten Spielregeln bei Spielen gespielt, das hat den Vorteil, dass man dann nicht nochmal von seinen eigenen Regeln zu den Richtigen wechseln muss. Natürlich ist es dann nicht immer gleich einfach zu verstehen, aber die Kids dürfen sich ruhig etwas anstrengen und ihnen ist sicherlich nicht geholfen, wenn wir ständig nachjustieren. Warum ist das richtige Verhalten an dieser Stelle wichtig? Stell dir mal vor, die Sportlehrerin erklärt ein Spiel und dein Kind möchte aber seine eigenen Regeln durchsetzen. Das geht vielleicht in der Pause, aber nicht im Unterricht, wo der Lehrer noch den Ton angibt. Oder wenn man Laufdiktate schreibt und alle von rechts nach links laufen, aber ein Kind andersherum läuft. Die Klasse wird dann nicht nur unruhig, das Kind selbst schreibt ja dann auch einen völlig falschen Text ab. Es gibt an dieser Stelle zu viele Beispiele, warum Regeln wichtig sind.

„Ich bin bereit für die Schule!“ – die Wissens-Checkliste

15.
Kann dein Kind mit der Schere schneiden und mit einem Klebstift kleben?

Eigentlich üben Kinder gerade diese Bastel-Schritte im Kindergarten oder bei der Tagesmutter. Zusammen wird gebastelt, geschnitten und geklebt und das schon mit eineinhalb oder zwei Jahren. Viele Kinder haben dann im Grundschulalter keine Lust mehr auf Basteleien und wollen eher spielen, springen, rennen oder leben andere Bedürfnisse aus. Am besten ist es, wenn du die Feinmotorik weiterhin mit kleinen Experimenten oder Anlässen trainierst. Hier wird mal eine Karte gebastelt und da wird ein bunter Bilderrahmen beklebt. Es gibt bei Pinterest tolle Inspirationen, schau gern selbst mal.

16. Kann dein Kind die Grundfarben erkennen?

Gerade in Deutsch und Mathematik, natürlich auch in Kunst wird die Kenntnis der Farbenlehre zu Anfang geprüft. Damit man beim Malen nach Zahlen auch die richtigen Farben erwischt und mitunter die Gegenstände auch wahrheitsgemäß einfärbt. Es gibt so viele Tipps, wie man Grundfarben erlernen kann, da helfen zahlreiche Bücher, bei der Kleidungswahl kann man das fleißig trainieren und auch im Kindergarten werden diese Grundsteine gelegt.

17. Kann dein Kind bis zehn, zwanzig oder gar fünfzig zählen?

Im Kleinkindalter wird das Zählen mit Gegenständen und Puzzleteilen geübt, später bei der Hausarbeit können der Tisch allein gedeckt oder gar einzelne Einkäufe getätigt werden. Täglich begegnen dir Zahlen, versuche sie also im Alltag mit deinem Kind zu besprechen und zwar laut. Um meinem Sohn nicht auf die Nerven zu gehen, denn die Frage „wie viele … sind das?“ hatte ich wohl zu häufig verwendet, habe ich das Wissen anders prüfen wollen. Ich kippte versehentlich Nudeln aus und bat ihn darum mir 35 Nudeln zu reichen, die fehlten mir schließlich fürs Mittagessen. Solche und ähnliche Szenen spielten sich in den Sommerferien häufiger ab, ich musste echt immer wieder schmunzeln.

18. Kann dein Kind Mengen erkennen?

Der Basketball ist größer als der Tischtennisball. Die 5 Tischtennisbälle sind aber mehr als der eine Basketball. Suche in deinem Alltag Mengen heraus und lasse dein Kind selbst experimentieren. Wir haben wirklich alles mögliche in Mengen, Zahlen, Farben und Formen ausgedrückt, beinahe übertrieben, wie es mir jetzt im Nachhinein scheint (hat ihm für den Schulstart aber enorm geholfen). Natürlich wird das auch in der Kita thematisiert, sodass man auch hier nach dem Wissenstand seines Kindes bei Bedarf fragen kann.

19. Kann dein Kind seinen Namen schreiben/ malen?

Ich habe neulich einen Artikel gelesen, dass rund 61 % aller Vorschulkinder ihren Namen bereits vor der Einschulung schreiben wollen und es auch rund 400 Mal vorher tun. Meine Kinder gehören zu den 61 %, sodass wir hier nicht unbedingt nachhelfen mussten. Wenn man sein Kind animieren muss, helfen kleine Vorschulbücher oder auch Freundschaftsbücher, in denen man seinen Namen eintragen muss. Wichtig ist aber, dass man die Stifthaltung ebenfalls beobachtet und ggf. korrigiert, damit sich diese nicht falsch einschleicht. Also:

20. Kann dein Kind einen Stift gut halten?

Zunächst möchte ich eigentlich die Stiftauswahl ansprechen. Nutzt man nämlich ungeeignete Stifte für Kinder, so kann das Training zur Stifthaltung sich entsprechend in die Länge ziehen oder eine bleibende schlechte Stifthaltung verursachen. Achte am besten bei „Erst-Schreibern“ auf den Drei-Punkt-Griff. Das siehst du mitunter direkt auf der Verpackung. Das Kind hält dabei den Stift mit dem Daumen und dem Zeigefinger fest, der Mittelfinger dient als Stiftauflage. Dieser Griff ist knifflig und gelingt sicherlich nicht beim ersten Anlauf. Wir haben einen etwas teureren Stift für die Anfänge gekauft, da dieser die richtige Stifthaltung mit einem Smiley belohnt hat. Mein Sohn hat auch etwas länger gebraucht, hat sich aber gerade mit diesem Symbol schnell zurechtgefunden.

Mensch, das sind 20 tolle, teilweise harte Baustellen für die man Gott sei Dank in den Sommerferien genügend Zeit hat. Mithilfe dieser Liste haben wir unserem Sohn einen notwendigen Guide mit an die Hand gegeben, sodass er ohne Probleme ein selbstständiger, selbstbewusster und auch empathischer Schüler werden konnte. Ich hoffe, ich konnte dir einige Tipps mit an die Hand geben und freue mich natürlich auf dein Feedback (gerne auch über Bagsites Facebook) und den Austausch zum Thema Einschulung.

Alles Liebe, deine Julia